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Was sich Recruiter heimlich von Kandidaten wünschen

geheim

Kennen Sie die Situation? Sie sitzen in einem Vorstellungsgespräch und die Teilnehmer scheinen nur darauf zu laueren, dass Sie den einen magischen Satz sagen, um Ihnen das Jobangebot auf dem Silbertablett zu servieren? Solche Sätze gibt es tatsächlich. Wir haben zusammengestellt, welche Aussagen sich Recruiter insgeheim von Kandidaten wünschen.

1. „Wie ich zur Weiterentwicklung des Geschäfts beitragen kann“

„Ideale Kandidaten sind diejenigen, die darüber nachdenken, was sie für das einstellende Unternehmen leisten können und nicht darüber, was das Unternehmen ihnen anbieten kann. Als Recruiter wollen Sie nicht, dass sich ein Kandidat im gesamten Vorstellungsgespräch nur auf sich selbst konzentriert“, sagt Headhunter Oliver Rolfe von Spartan Partnership Executive Search. „Sie wollen, dass die Kandidaten fragen, was Sie für das Unternehmen mitbringen.“

2. „Mir wurde in meinem aktuellen Job eine Beförderung angeboten, aber ich denke, die Zeit für einen Wechsel ist gekommen.“

Die Interviewer wollen nicht hören, dass Sie mit Ihrem alten Job unzufrieden sind. Auch wollen Sie nicht hören, dass Sie unfair behandelt wurden, dass Vorgesetzte und Kollegen Idioten sind oder dass Sie vor dem schönen neuen Job erst noch eine Auszeit benötigen.

„Kandidaten sollten vermeiden, allzu negativ über ihre aktuellen Arbeitgeber zu sprechen“, sagt Headhunter Kumaran Surenthirathas von Eximius. „Stattdessen sollten die Kandidaten lieber erzählen, was sie bei ihrem aktuellen Arbeitgeber vorangebracht haben und dabei gleich auch noch erklären, wie seine Karriere und der neue Arbeitgeber davon profitieren.“

3. „Ich überlasse Ihnen die Verhandlungen“

Dies gilt nur für Gespräche mit einem Headhunter vor dem eigentlichen Treffen mit dem Arbeitgeber. Recruiter wollen nicht, dass die Kandidaten die potenziellen Vorgesetzten direkt kontaktieren. „Wir hatten kürzlich einen Kandidaten, der darauf bestand, den Vorgesetzten direkt anzurufen und der forderte, die Verhandlungen mit dem Manager selbst zum Abschluss zu führen“, erzählt ein Recruiter. „Ein solches Verhalten ist kontraproduktiv“, ergänzt der Personalvermittler. „Die Kandidaten übersehen, dass die Vorgesetzten nicht ihre gesamte Zeit mit Einstellungen verbringen. Falls Verhandlungen erforderlich sind, dann ist es besser, diese dem Personalvermittler zu überlassen, da Sie Experten darin sind, das Geschäft nach einem Jobangebot abzuschließen.“

4. „Ich hatte Vorstellungsgespräche bei der Deutschen Bank, Goldman Sachs und Citi, aber Ihre Strategie ist die beste“

Sie müssen den Arbeitgeber dazu bringen, sich als etwas Besonderes zu fühlen. Sie müssen ihm weiter mitteilen, dass Sie gefragt sind und die Strategien des Unternehmens und seiner Wettbewerber genau kennen. Dieser eine Satz erfüllt dies alles.

5. „Ich vertraue Ihnen, dass Sie die richtige Position und den passenden Jobtitel für mich finden“

Kandidaten, die stur an einem bestimmten Karrierelevel festhalten, ohne die Realitäten zu berücksichtigen, verursachen Recruitern Kopfzerbrechen. „Die Leute tendieren dazu, an Ihren Vorstellungen zu dem Level, auf dem Sie eingestellt werden wollen, festzuhalten“, berichtet Headhunter Andy Pringle von Circle Square. „Das führt zu Schwierigkeiten, weil einige Banken sich sehr sonderbar verhalten, wenn es um Beförderungen geht. Vielleicht bieten Sie einem Analysten in seinem zweiten Jahr eine Associate-Stelle an. Diese ‚falschen Associates‘ lehnen dann jeden Job ohne einen gleichwertigen Titel ab – selbst wenn sie keine andere Bank auf diesem Level einstellen würde.“

Und falls Ihnen diese fünf Aussagen nicht zu einem neuen Job verhelfen, dann können Sie immer noch zur Wunderwaffe greifen, erläutert Pringle augenzwinkernd: „Ich würde auch sechs Monate lang ohne Bezahlung arbeiten, wenn Sie nur die Gebühren des Recruiters für meine Vermittlung bezahlen.“

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