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Zeit für gemeinnützige Arbeit?

Beim Bier mit zwei entlassenen Freunden ist mir vor kurzem klargeworden, wie schnell selbst energiegeladene Spitzenkräfte in diesen schwierigen Zeiten den Boden unter den Füßen verlieren können.

Wenn ich morgen jemanden für mein Unternehmen einstellen müsste, würde ich die beiden in jedem Fall nehmen: Schließlich sind das Siegertypen – davon könnten sich meine Kunden in anderthalb Sekunden überzeugen.

Einer stammt aus der PR-Welt, der andere ist ein Investmentbanker. Beide haben das getan, was jeder tut, der entlassen wurde: Sie haben ihre Lebensläufe bei Personalberatern verteilt, Freunde, Kontakte und ehemalige Kollegen bei anderen Unternehmen angerufen – und waren dabei so engagiert, als würden sie ein Geschäft anbahnen oder abschließen.

Wie viele andere haben sie bis heute nichts gefunden. Und doch haben mir beide unglaublich imponiert. Obwohl ihr Selbstbewusstsein gelitten haben muss, haben sich praktisch selbst aus dem Morast gezogen – und arbeiten derzeit für wohltätige Projekte. So wie ein halbes Dutzend weiterer Freunde und Bekannte, die früher im Finanzdistrikt gearbeitet haben.

Wäre ich ein potenzieller Arbeitgeber, würde ich ein solches Engagement höher bewerten, als wenn sie auf dem Golfplatz ihr Handicap verbessern würden.

Talentierte, engagierte Menschen, die normalerweise nie als Ehrenamtlicher arbeiten würden, haben nun die Chance, etwas Großes zu tun.

Wir haben doch alle Ideen, wie man sich sozial engagieren könnte. Ich bin zum Beispiel Treuhänder bei einem Wohlfahrtsverband für Sehbehinderte.

In diesen schwierigen Zeiten ist Hilfe nötiger denn je, ganz gleich, ob es dabei um Zeit, Energie, Führung oder Ideen geht. Und es ist besser als zu Hause zu sitzen und auf einen Anruf zu warten.

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