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HSBC streicht 30.000 Stellen: Deutschland auch betroffen?

Die Kasse klingelte bei der weltgrößten Bank HSBC auch im ersten Halbjahr auf vertraute Weise. Nach den am heutigen Montag (1. August) vorgelegten Geschäftszahlen der Londoner Bank kletterte der Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 11,1 auf 11,5 Mrd. US-Dollar. Dennoch will das Unternehmen bis 2013 30.000 Jobs streichen.

Im Quartalsbericht heißt es dazu: “Wir beabsichtigen eine nachhaltige Kostenersparnis von 2,5 bis 3,5 Mrd. US-Dollar bis 2013. Anfang 2011 haben wir eine Restrukturierung des operativen Geschäfts in Lateinamerika, den USA, Großbritannien, Frankreich und dem Mittleren Osten begonnen, die die Beschäftigtenzahl um rund 5000 verringern wird.”

Bei der Präsentation der Quartalszahlen in London kündigte Finanzvorstand Iain Mackay sogar an, bis 2013 insgesamt 30.000 Stellen einsparen zu wollen. Bereits am Sonntag hatte die Bank verkündet, sich von 195 Filialen im US-Bundesstaat New York zu trennen. Weltweit beschäftigt der Bankenriese noch knapp 300.000 Mitarbeiter, was rund das Dreifache der Deutschen Bank darstellt.

Von Stellenstreichungen bei der deutschen Tochter HSBC Trinkaus wurde unterdessen nichts bekannt. Ein Unternehmenssprecher wollte sich hierzu nicht äußern und verwies auf die Vorlage der HSBC Trinkhaus-Geschäftszahlen am 15. August. “Ich kann sagen, dass wir dazu etwas sagen werden. Ich kann aber nicht sagen, in welche Richtung.”

HSBC Trinkaus zählte in der jüngsten Vergangenheit zu den wenigen Banken in Deutschland, die noch Personal aufgebaut haben. So stieg die Beschäftigtenzahl bis Ende März binnen Jahresfrist um 9,5 Prozent auf 2504 Mitarbeiter. Damit beschäftigt HSBC erstmals in Deutschland mehr als 2500 Mitarbeiter.

HSBC Trinkaus wird auch nachgesagt, ein Interesse am Firmenkundengeschäft der kriselnden WestLB zu hegen. Erst in der vergangenen Woche hatten die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse umfangreiche Stellenstreichungen angekündigt.

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