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PIIGS treiben LBBW zurück in die roten Zahlen – Abbau von 815 Vollzeitstellen unter Dach und Fach

Einen herben Rückschlag bei ihren Sanierungsanstrengungen erlitt die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) im ersten Halbjahr. Nach einem Konzernüberschuss von 302 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum musste die LBBW in den ersten sechs Monaten einen Verlust von 290 Mio. Euro verkraften.

Dabei verhagelten vor allem die Risikoaufschläge in Höhe von 650 Mio. Euro im Zuge der Griechenlandkrise der LBBW das Ergebnis. “Diese Risikoaufschläge haben das Ergebnis stark belastet. Der Konzernfehlbetrag zum Halbjahr in Höhe von 290 Mio. Euro geht ursächlich also ausschließlich auf die Bewertung von Staatsrisiken zurück”, hieß es in einer Mitteilung der Bank.

Damit hat die LBBW ihr strategisches Ziel, ihre Risikopositionen zu vermindern, zumindest im ersten Halbjahr verfehlt. “Für die LBBW hat es hohe Priorität, die Belastungen, die durch die Volatilität der Märkte entstehen, nachhaltig zu verringern. Deshalb wird die LBBW ihr Kreditersatzgeschäft weiter strukturiert und kontrolliert zurückführen, um künftig vergleichbare Auswirkungen auf das Ergebnis zu reduzieren”, sagte Bankchef Hans-Jörg Vetter.

Dagegen kommt die LBBW beim Streichen von Mitarbeiterstellen zügig voran. Insgesamt sollen bei Deutschlands größter Landesbank 2500 Stellen wegfallen. Ein im Juli unterzeichneter Tarifvertrag sieht für den Abbau Abfindungs- und Vorruhestandsangebote vor.

Bislang hat die LBBW Austritte in Höhe von 815 Vollzeitstellen vereinbart, wovon jedoch laut Bankangaben nur 550 auf einem “freiwilligen Angebot” beruhen.

Vom Jahreswechsel bis Ende Juni sank die Mitarbeiterzahl um 1,8 Prozent auf 13.381 Beschäftigte. Der Personalaufwand sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um marginale 0,7 Prozent auf 538 Mio. Euro, womit die Bank pro Mitarbeiter durchschnittlich rund 40.200 Euro aufwandte.

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