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Gute Karriereaussichten im Private Banking

Die Betreuung vermögender Privatkunden gehört zu den wachstumsstärksten Bankdienstleistungen in Europa – und Deutschland ist mit rund 800.000 Vermögenden der größte Private-Banking-Markt.

Ein großes Hemmnis für das künftige Wachstum der Privatbanken liegt im Mangel an qualifiziertem Personal. Mehr als 80 % der vermögenden Kunden klagen über die unzureichende Servicequalität der Privatbanken. Die Finanzkrise und der Steuerskandal um Ex-Postchef Klaus Zumwinkel haben diese Tendenz noch verschärft .

Nach Schätzung von McKinsey werden in Deutschland rund 2.000 zusätzliche Berater für vermögende Privatkunden benötigt, um den Bedarf zu decken. Derzeit liegt die Zahl speziell ausgebildeter Fachkräfte für Private Banking in Deutschland bei rund 1.250, hat eine Umfrage der Wirtschaftswoche bei Personalberatern ergeben.

Die Anforderungen sind hoch: Private Banker müssen von der Entwicklung einer individuellen Strategie bis zur Auswahl der besten Anlageprodukte das gesamte Spektrum der Vermögensbetreuung beherrschen.

Dazu gehören auch Sonderthemen wie Immobilien, Private Equity, Portfolio-Management, Finanzplanung oder Vermögensnachfolge. Zudem sind Kenntnisse des Steuerrechts nötig.

Hinzu kommt, dass Unternehmer verstärkt nach Lösungen aus einer Hand für private Vermögensfragen und die gewerbliche Finanzierung suchen. Neben dem fachlichen spielt auch das persönliche Format der Berater eine wichtige Rolle.

Bislang unterschätzen die meisten Privatbanken die Bedeutung einer systematischen Personalentwicklung. Den Beratern bleibt es oft selbst überlassen, ihre fachlichen Grundlagen zu erweitern und sich mit neuen Markttrends auseinanderzusetzen.

Konkrete Angebote oder gar umfassende Programme, die dauerhaft einen hohen Qualitätsstandard der Beratung gewährleisten können, fehlen bei den meisten Privatbanken.

Wer jedoch engagierte Hochschulabsolventen oder Young Professionals mit einigen Jahren Berufserfahrung vom Einstieg bei einer Privatbank überzeugen will, kommt mit großzügigen Vergütungspaketen allein nicht ans Ziel.

Zum attraktiven Arbeitgeber wird eine Privatbank nur, wenn sie ihren Mitarbeitern durch anspruchsvolle Fortbildungsprogramme die bestmöglichen Voraussetzungen für den beruflichen Erfolg bietet.

Banken, die nicht konsequent in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter investieren, werden von Nachwuchsberatern zunehmend als zweite Wahl betrachtet und gefährden damit langfristig ihre Marktposition.

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