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Deutsche spielen in der Londoner City nur eine Nebenrolle

Die Zeiten des schmuddeligen Deutschen sind auch an der Themse passé. Während in der leicht fremdenfeindlichen Serie „Allo Allo“ aus den 80er Jahren noch reihenweise Deutsche im Stechschritt über den Fernsehschirm marschierten, versuchen derzeit in den britischen Hauptstadt gleich mehrere Ausstellungen ein zeitgemäßes Bild des kontinentalen Nachbarn zu vermitteln. Darunter im Britischen Museum: „A 600-year history in objects. Germany: memories of a nation.”

Auch wenn London voller deutscher Touristen ist, gibt es doch einen Ort, an dem die Currywurst-Erfinder unterrepräsentiert sind: die Londoner City – immerhin das europäische Finanzzentrum schlechthin.

So zählt die eFinancialCareers-Lebenslaufdatenbank keine 2000 Lebensläufe von Deutschen. Dagegen finden sich hier annähernd 8700 Franzosen, über 4100 Italiener, 3700 Spanier und sogar 2000 Griechen, die in der Londoner Finanzbranche arbeiten. Insgesamt stammen immerhin 17 Prozent der Mitarbeiter in der City aus den EU-Ländern – ohne Großbritannien und Irland.

Dies belegt jedoch auch, dass London ohne die Immigranten aus den übrigen EU-Ländern kaum seine Funktion als europäisches Finanzzentrum Nummer 1 ausüben könnte. Damit erweisen sich die Forderungen des Londoner Tory-Bürgermeisters Boris Johnson und der rechtsextremen UKIP zur Begrenzung der Einwanderung aus der EU als abwegig.

Die einzelnen Nationen scheinen indes in recht unterschiedlichen Bereichen der Finanzdienstleistungen beschäftigt zu sein. Während von den Polen eine Vielzahl in Rechnungslegungsjobs arbeitet, finden sich die Deutschen überproportional in hochbezahlten Jobs im Investmentbanking, im Kapitalmarkt- und Asset Management-Geschäft.

Kein Wunder ist hingegen, dass die Deutsche Bank unter den global führenden Investmentbanken in London den mit Abstand höchsten Anteil von Deutschen beschäftigt. Mit deutlichen Abstand folgen UBS, Barclays und Credit Suisse.

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