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Julius Bär gelingt Mini-Einstieg in Brasilien

Für das Wealth Management stellen die Emerging Markets gelobte Länder dar. Denn nirgendswo sonst auf der Welt werden in kürzester Zeit so viele Millionäre und Milliardäre produziert wie in Asien, Russland und Brasilien. Aus diesem Grund hat jetzt auch die Zürcher Privatbank Julius Bär beim brasilianischen Vermögensverwalter GPS aus São Paolo zugegriffen und sich einen Anteil von 30 Prozent an dem angeblich grössten unabhängigen Vermögensverwalter des Landes gesichert.

GPS sei auf High Net Worth Individuals spezialisiert. Über den Preis für die Akquisition haben beide Parteien indes Stillschweigen vereinbart. Doch nach dem Wirtschaftsmagazin Cash wird bei derartigen Transaktionen ein Preis von vier Prozent des verwalteten Vermögens angesetzt, wobei es sich um gerade einmal 50 Mio. Franken handeln würde.

Bei Lichte betrachtet erweist sich denn auch die Teilakquisition von GPS durch Julius Bär lediglich als ein Minieinstieg in den brasilianischen Markt. Denn GPS verwaltet magere 5 Mrd. US-Dollar (4,3 Mrd. Franken). Dagegen handelt es sich bei Julius Bär nach eigenen Angaben um 267 Mrd. Franken, was immerhin das 63fache von GPS ausmacht. Mithin beschäftigt GPS nur 84 Mitarbeiter.

Die Transaktion belegt indes, wie schwierig es ist, geeignete Übernahmekandidaten in den aufstrebenden Schwellenländern ausfindig zu machen. Julius Bär-Chef Boris Collardi beeilte sich denn auch, die Akquisition in den höchsten Tönen zu loben: “Durch diese strategische Beteiligung erhalten wir langfristigen Zugang zu einem der weltweit attraktivsten und vielversprechendsten nationalen Vermögensverwaltungsmärkten. Dieser Schritt unterstreicht unsere Absicht, weiter zu wachsen und unser Geschäft in Lateinamerika auszubauen.”

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