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Strategiewende? Die UBS heuert wieder in Fixed Income an

Bei der UBS tut sich wieder etwas. Fast genau zwei Jahre, nachdem die UBS einen kräftigen Karriereschwenk angekündigt hat, dem 10.000 Stellen zum Opfer gefallen sind, stellt die Schweizer Großbank offenbar wieder im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) ein. Dabei handelte es sich ausgerechnet um das Fixed Income-Geschäft, das im Zentrum des Kahlschlags gestanden hatte.

Das Register der britischen Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) belegt jedenfalls, dass die UBS in den zurückliegenden Monaten jede Art von FICC-Personal angeheuert hat, das von allen möglichen anderen Banken stammt. So stieß der Credit Sales-Spezialist Max Lintott im September von der Royal Bank of Scotland zur UBS. Ende September kam Inflation Trader James Chae von der Deutschen Bank. Schon im Juli fing Pierre Vermaak, Head of e-trading and credit quants von Barclays an. Weiter stießen im September George John, Director in rate sales von Morgan Stanley und John Wraith, Head of rates strategy von der Bank of America zur UBS.

Stellt dies eine Trendwende bei der UBS dar? Der Schweizer Bankenriese wollte hierzu keine Stellung nehmen. Dennoch hat UBS-Finanzchef Tom Naratil bereits öffentlich klargestellt, dass es bei der UBS keine Absichten zu einer Strategiewende gebe. Auch Insider berichten, dass die UBS keinen großangelegten Personalaufbau im Fixed Income-Geschäft vornehme.

Laut einem Headhunter, der lieber anonym bleiben möchte, gehe es der UBS lediglich darum, die Lücken zu füllen, die seit der weitgehenden Aufgabe des Fixed Income-Geschäfts bei der Bank entstanden seien. „Sie haben die Kündigungen recht schlecht abgewickelt. Die Leute wurden sehr desillusioniert und gingen. Es gibt Lücken, die gefüllt werden müssen.“

In der Vergangenheit stand die UBS im Ruf, nicht sonderlich gut zu zahlen – besonders bei den Boni. Doch zumindest dies scheint sich zu verändern. So kletterte der Personalaufwand pro Kopf im Investment Banking der UBS im ersten Halbjahr um 7 Prozent auf 185.000 Franken. Das sind immerhin 25 Prozent mehr, als die 158.000 Franken, die der Lokalrivale Credit Suisse für seine Investmentbanker springen ließ. „Die UBS zahlt derzeit recht gut“, sagt der Headhunter. „Die Veränderungen, die sie in ihrem Fixed Income-Geschäft vorgenommen haben, haben es weitaus profitabler gemacht – es ist schlanker aufgestellt. Wenn sie Trades abwickeln, dann verdienen sie tatsächlich Geld.“

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