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Heißes Wochenende für 2500 Unicredit-Mitarbeiter: Eines der größten IT-Projekte in der europäischen Bankenlandschaft steht an

Laut Wettervorhersage wird das Thermometer an diesem Wochenende in München nicht über 26 Grad klettern. Doch selbst bei Minustemperaturen dürften 2500 HVB-Mitarbeiter kräftig ins Schwitzen geraten. Denn die HVB wird an diesem Wochenende ihr IT-System auf das der italienischen Muttergesellschaft Unicredit umstellen, wie die Bank aus München bestätigte.

Dazu müssen Geldautomaten, Onlinebanking, Kontoauszugsdrucker und vieles mehr abgeschaltet und sämtliche Daten auf das neue System “Eurosig” überspielt werden, was bei der Muttergesellschaft Unicredit bereits seit 2006 im Einsatz ist. Zu den Kosten für das Projekt wollte sich ein HVB-Sprecher nicht äußern.

An sämtlichen rund 900 Standorten in Deutschland sowie an den Auslandsniederlassungen von London über New York und Singapur bis hin nach Hongkong müssen die Mitarbeiter Sonntagsschichten einlegen und die neue Software testen. Falls alles problemlos klappt, werden die insgesamt 17.000 Mitarbeiter der HVB ab Montag mit einem komplett anderen System arbeiten.

Neben den 1500 “Ablauftestern” in den Filialen sind noch rund 1000 IT-Fachkräfte in Deutschland, Italien und anderswo in Europa mit dem Umzug auf Eurosig beschäftigt, das so mancher Mitarbeiter bereits als “Eurosick” verhöhnt haben soll. Denn die HVB hat bereits dreimal den Anlauf für die Umstellung gewagt und das Projekt im letzten Moment wieder gestoppt.

Doch jetzt wird es ernst. Es handelt sich um eines der größten und anspruchsvollsten IT-Projekte in der europäischen Bankenlandschaft. Selbst die geplante Integration der Dresdner Bank in die IT-Infrastruktur der Commerzbank bezeichnen Branchenkenner als weniger ehrgeizig. Ab Montag wird sich zeigen, ob sich die Wochenendarbeit gelohnt hat. Zu den Ablauf des Projektes will sich die HVB erst Mitte kommender Woche äußern.

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