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Sekretärinnen und Bürokräfte verdienen bei Banken am besten

Die Gehälter deutscher Sekretärinnen steigen im Vergleich zum Vorjahr um voraussichtlich 2,7 Prozent. Eine Chefsekretärin erhält durchschnittlich 51.500 Euro im Jahr, während Sekretärinnen von Vorstandsvorsitzenden im Schnitt nochmals ein Viertel mehr verdienen. Das ergab die Vergütungsstudie Sekretariats- und Bürokräfte 2009, erstellt von der Managementberatung Kienbaum.

Mitarbeiter in Banken und Versicherungen sowie in der Wirtschafts-, Rechts- und Steuerberatung erhalten überdurchschnittliche Gehälter. Auch Pharma- und Chemieunternehmen zahlen höhere Gehälter als der Bundesdurchschnitt.

Eine Projektassistentin in Banken und Versicherungen verdient zum Beispiel 48.200 Euro, ihre Kollegin in einem Pharmaunternehmen 44.900 Euro. Unterdurchschnittlich wird unter anderem in Ver- und Entsorgungsunternehmen und in der Bauwirtschaft gezahlt. Projektassistentinnen in Ver- und Entsorgungsunternehmen erhalten durchschnittlich 38.700 Euro im Jahr, in der Bauwirtschaft sind es 33.500 Euro.

Die Gehaltsumfrage basiert auf den Daten von 471 Unternehmen und mehr als 15.000 Einzelpositionen. “Wer dem Vorstandsvorsitzenden eines Konzerns zuarbeitet, verdient stark überdurchschnittlich. Dafür muss er unter Umständen längere Arbeitszeiten und mehr Stress in Kauf nehmen”, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.

Wichtige Einflussgrößen für die Gehaltshöhe sind Alter und Berufserfahrung: Bis Mitte 30 sind die Gehaltszuwächse am stärksten, danach steigt die Vergütung langsamer.

Das Gehalt eines Sachbearbeiters in der Buchhaltung steigt zwischen dem 24. und dem 34. Lebensjahr von 30.900 Euro auf 41.500 Euro. Bis zum 55. Lebensjahr wächst die Vergütung dann nur noch auf 43.700 Euro. “Die im Laufe der Jahre erworbene Berufserfahrung zahlt sich aus. Die Gehälter steigen umso schneller, je anspruchsvoller die bekleidete Funktion ist”, sagt Christian Näser.

SEKRETÄRINNEN IN FRANKFURT VERDIENEN AM BESTEN

Der Standort eines Unternehmens ist ein weiterer wesentlicher Faktor für die Gehaltshöhe: Sekretärinnen in Frankfurt am Main und in Hamburg verdienen überdurchschnittlich; ihre Gehälter liegen zwölf beziehungsweise elf Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Eine Chefsekretärin in Frankfurt erhält zum Beispiel 60.000 Euro im Jahr, in Hamburg sind es 56.300 Euro.

Im Mittelfeld der Vergütungsrangliste befinden sich Sekretärinnen in Stuttgart und Nürnberg, während in der Region Dresden/Halle/Leipzig und den übrigen Städten und Gemeinden in Ostdeutschland knapp zwanzig Prozent weniger als der Bundesdurchschnitt gezahlt werden. In Dresden verdient eine Chefsekretärin nur 44.100 Euro, im übrigen Ostdeutschland sind es im Schnitt 39.100 Euro.

“Ursache für diese erheblichen regionalen Vergütungsunterschiede ist die Situation auf dem jeweiligen örtlichen Arbeitsmarkt. In Frankfurt werden Sekretariatskräften beispielsweise stark nachgefragt, das Angebot ist jedoch begrenzt”, sagt Näser.

Die variable Vergütung etabliert sich zunehmend auch bei Sekretariats- und Bürokräften. Gut ein Drittel der Unternehmen im Westen und 23 Prozent der ostdeutschen Firmen zahlen erfolgs- und leistungsorientierte Vergütungsbestandteile an ihre Sekretärinnen.

Je nach Branche liegt der Anteil der Empfänger eines Bonus zwischen zwölf Prozent in der Metallindustrie und 70 Prozent bei Wirtschafts-, Rechts- und Steuerberatungen. Dort erhalten Sekretärinnen mit 3.600 Euro auch die höchste Jahresprämie, gefolgt von ihren Kolleginnen in Pharmaunternehmen und Banken mit jeweils 3.500 Euro.

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