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Ein kurze Liste der alltäglichen Diskriminierungen im Finanzdienstleistungs-Recruitment

Bevor Sie einen Anruf von einem Headhunter oder potenziellen Arbeitgeber erhalten, muss Ihre Bewerbung in einer Welt bestehen, von der Sie kaum eine Vorstellung haben: die Kandidatenauswahl. Dabei sind kleine Vorurteile bis zu unverhüllten Diskriminierungen viel weiter verbreitet, als Sie ahnen.

Daher haben wir während der vergangenen Wochen eine kurze Liste derartiger Diskriminierungen zusammengestellt, die von Recruitern und ihren Kunden stammen (Banken, Versicherungen, Wealth Management und Fondsmanagement).

1. Zu alt, zu jung… der Nächste bitte!

“28 Jahre alt? Nein, das ist zu jung. Das wird mit den Kunden niemals gutgehen.”

“Dieser Kandidat ist definitiv zu alt, damit passt er nicht zu den anderen Managern. Wir suchen tatsächlich nach jemanden, der um die 35 ist und nicht älter.”

“Wir wollen keine Bewerber jenseits der 45, weil sie nicht so leicht zu führen sind wie die Jüngeren und auch viel zu teuer sind.”

2. Berufserfahrung ja – aber nicht irgendwelche

“Mit 35 hat er noch keine Führungserfahrung? Nein, das ist dubios…”

“Ich kann mich für niemanden erwärmen, der in zehn Jahren nicht ein einziges Mal den Arbeitgeber gewechselt hat. Er ist scheinbar unfähig, sich anzupassen.”

“Vier Wechsel in nur acht Jahren! Das ist Jobhopping, das ist für mich nicht vertrauenswürdig.”

3. Diese Uni und sonst nichts

“Wir suchen nur Leute von einer erstklassigen Hochschule wie XYZ.”

“Ich habe meinen Abschluss an dieser Hochschule gemacht und ich suche definitiv nach jemanden, der den gleichen Abschluss wie ich gemacht hat.”

4. Frauen und Männer – die idealen Klischees

“Eine Frau wird es in diesem Milieu niemals aushalten.”

“Wir suchen ausschließlich nach Bewerberinnen, denn wir wollen den Frauenanteil im Team erhöhen.”

“Diese Kandidatin fällt heraus. Wir vermeiden Frauen in ihren 30ern. Das Risiko eines Mutterschaftsurlaubs ist einfach zu groß.”

“Wir bevorzugen eine attraktive Frau, da sie besser mit den Kunden zurechtkommt. Allerdings sollte sie auch nicht zu attraktiv sein, weil es ansonsten im Team Führungsprobleme geben kann.”

“Wir wollen einen Mann. Eine Frau kann sich nicht an die Arbeitsumwelt anpassen, die nahezu ausschließlich maskulin ist.”

5. Eine schlechte Adresse

“Das geht so nicht. Er wohnt zu weit von der Arbeit entfernt.”

“Oh nein, ein Großstädter in der Provinz, der wird sich niemals anpassen.”

“Bitte keine ausländischen Bewerber. Er wird sich langweilen, wenn er von London nach Frankfurt ziehen muss!”

6. Leider haben Sie nicht die richtigen Arbeitgeber in Ihrem Lebenslauf

“Wir wollen keine Bewerber, die von der Bank X kommen, die gehen über Leichen.”

“Nein, wir wollen keinen Bewerber, der von der Konkurrenz kommt. Falls er aus einem anderen Bereich kommt, dann ist das besser.”

“Bitte keinen Bewerber, der aus diesem Bereich stammt. Wir haben festgestellt, dass sie nichts taugen.”

“Wir werden nur Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen, die von Großbanken kommen.”

7. Falsche Herkunft

“Wie soll ich es sagen… wir erhalten bereits zu viele Bewerbungen aus der dritten Welt.”

“Wir sind bei Mitarbeitern aus dem Ausland sehr beliebt, die wollen alle bei uns arbeiten.”

Diese Liste ist sicherlich nicht vollständig. Wenn Sie weitere Klischees hinzufügen wollen, dann nutzen Sie die unten stehende Kommentarfunktion.

Kommentare (1)

Comments
  1. Eigentlich sinnlos, da der Betroffene selbst nichts davon erfährt und sich nicht rechtlich wehren kann!
    Da sollte man doch einfach mal die Namen freigeben, die sich entsprechend geäußert haben.

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