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ÜBERNAHME NICHT AUSGESCHLOSSEN: Deutsche prüft Einstieg bei Sal. Opp

Nach dem sich die Deutsche Bank bereits mit 25 Prozent eine Sperrminorität bei der auf Privatkunden spezialisierten Postbank gesichert hat, bereitet das Frankfurter Institut nun einen Einstieg bei der angeschlagenen Kölner Privatbank Sal. Oppenheim vor.

Am Dienstag bestätigte Deutschlands Branchenprimus die Abgabe eines unverbindlichen “Angebots hinsichtlich einer Kapitalbeteiligung”. Im Gegenzug darf die Deutsche Bank die Bücher der inzwischen in Luxemburg ansässigen Bank prüfen (“Due Diligence”).

Während sich die Deutsche Bank mit der Postbank-Beteiligung/Übernahme an die breite Masse der Privatkunden richtet, soll die Beteiligung an Sal. Oppenheim das Geschäft mit vermögenden Privatkunden (“Private Banking”) stärken.

Das vor 220 Jahren gegründete Bankhaus ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und zählte zeitweilig zu einem führenden Spieler im Zertifikategeschäft. Im Zuge der Finanzkrise ist der Derivatemarkt aber zusammengebrochen, außerdem belastet die Pleite des Warenhauskonzerns Arcandor die Bank.

Bereits vor Monaten war bekannt geworden, dass Sal. Oppenheim einen Käufer für die erst vor vier Jahren übernommene Frankfurter BHF Bank sucht.

Da aber bislang offenbar niemand den geforderten Preis zahlen wollte, muss das Bankhaus versuchen, entweder über eine Kapitalerhöhung bei den Eigentümern oder über eine Beteiligung eines Investors frisches Geld zu bekommen.

Sollte es zu einer Beteiligung kommen, dürfte das für die Mitarbeiter zunächst ohne Folgen bleiben. Erst wenn absehbar wäre, dass die Deutsche Bank die Mehrheit an Sal. Oppenheim bekommt, kann über die Verschmelzung einzelner Bereiche – im Investmentbanking, im Zertifikategeschäft oder im Private Banking – nachgedacht werden.

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