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Juristen mit Derivate-Expertise stark gefragt

Finanzinstitute in Deutschland suchen derzeit Wirtschaftsjuristen. Die Nachfrage wird vom Derivatemarkt getrieben.

Der noch immer wachsende Markt für Finanzderivate führt zu einer Nachfrage nach einer Berufsgruppe, die man mit diesem Bereich des Investmentbankings nicht auf Anhieb in Verbindung bringt: Die Wirtschaftsjuristen. “Ein Schwerpunkt unserer Arbeit sind derzeit Juristen mit Expertise rund um Derivate, sowohl auf der Equities- als auch auf der Fixed Income-Seite”, bestätigt Kathrin Schwarz, Leiterin des Bereichs Legal der Frankfurter Personalberatung Smith & Jessen.

Juristen sind im Prozess der Produktstrukturierung stark involviert. Bereits vor und bei der Entwicklung der Produkte selbst sind die Kenntnisse der Juristen gefragt. “Einige Banken haben eigene Abteilungen für das Legal Structuring’, deren Juristen in den Businessteams bei der Strukturierung von Anfang an eingebunden sind”, erklärt Schwarz. Diese Legal Structurer sind auch für eine grundsätzliche Rechtsberatung zuständig, beispielsweise für das Erfüllen von BaFin-Anforderungen.

Nach dem eigentlichen Prozess der Strukturierung klopfen Juristen die Produktbedingungen und Prospekte auf Rechtssicherheit ab und überprüfen die Vertriebsverträge mit Drittanbietern. Diese Tätigkeiten wiederum finden häufig in den Rechtsabteilungen statt.

Das Wachstum des Derivatemarktes stellt die Banken vor erhebliche Probleme, passendes Personal zu finden. Das rührt unter anderem daher, dass die Produkte früher vorwiegend in London strukturiert wurden, mittlerweile die entsprechenden Teams aber auch zum Teil in Frankfurt angesiedelt sein können.

Dazu suchen die Banken Juristen üblicherweise mit mindestens 2 bis 3 Jahren Berufserfahrung bis hin zum VP-Level und Director-Level. “Diese Expertise war inhouse kaum vorhanden und wird nun gesucht”, erklärt Schwarz. “Die großen Wirtschaftskanzleien wiederum hatten schon von jeher die Spezialisten für diese Gebiete, die daher naturgemäß jetzt im Fokus der Banken stehen.”

Die Banken locken dabei unter anderem mit hohen Gehältern. “Juristen können mit einer Anstellung in einem der Business-Teams in punkto Gehalt sicherlich einen Schritt nach vorn machen, schon aufgrund der Bonifikationen im Investmentbanking”, meint Schwarz. “Für Juristen, die von den Rechtsabteilungen der Banken eingestellt werden, gilt das eher nicht, dazu sind die Bonifikationen für solche Abteilungen, die nicht im Front-Office angesiedelt sind, zu gering.”

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