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Krise gefährdet Finanzierungsmodell der Beteiligungsgesellschaften

Die Aussichten für Beteiligungsgesellschaften in Deutschland sehen düster aus. “Wir werden ein langsames Sterben erleben”, sagte Stephan Illenberger, Deutschland-Chef von Axa Private Equity dem Handelsblatt. Viele Häuser würden es wegen ihrer schlechten Performance nicht schaffen, nochmals Geld für neue Fonds zu bekommen. Fusionen seien deshalb vorstellbar.

Auch Nils Koffka, Private-Equity-Experte bei der Anwaltskanzlei Freshfields, hält eine Konsolidierung für unausweichlich. “Wer nicht zu den Top-25-Prozent gehört, wird in den nächsten Jahren langsam aus dem Markt ausscheiden.”

Erst in der vergangenen Woche hat der britische Finanzinvestor Candover angekündigt, seinen vor kurzem aufgelegten Milliardenfonds auszusetzen. Zugleich sucht die Beteiligungsgesellschaft händeringend nach einem Investor für den gemeinsam mit Cinven übernommenen Springer Wissenschaftsverlag. Der ebenfalls zum Portfolio gehörende italienische Yachtbauer Ferretti ist bereits so gut wie pleite. Auch andere prominente Namen der Branche – etwa die US-Häuser Cerberus oder Apollo – haben zahlreiche Problemfälle zu schultern.

Die Hoffnung, dass die Fonds wegen der niedrigen Unternehmensbewertungen schon bald auf Schnäppchenjagd gehen könnten, hat sich bislang nicht erfüllt. Es mangelt an Kaufobjekten und an Geldgebern, die die Kredite bereitstellen. Vor wenigen Wochen habe die maximale Ticket-Größe je Bank bei 20 bis 30 Mio. Euro gelegen, so Illenberger.

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