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Sechs Tipps, wie Sie sich bei einem Recruiter einschmeicheln

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Bevor Beecher Tuttle bei eFinancialCareers als New York-Korrespondent anfing, war er einige Jahre als Recruiter tätig. Hier seine Tipps für den Umgang mit Personalvermittlern.

Sagen Sie dem Recruiter, wo Sie sich bereits beworben haben

Wenn Sie sich bereits bei dem Unternehmen beworben haben, dann sollten Sie dies dem Recruiter mitteilen. Denn falls ein Hiring Manager Ihren Lebenslauf schon in den Händen hält – sei es durch einen anderen Personalvermittler oder eine Direktbewerbung – dann passieren nur unschöne Dinge. Sofern Sie ihm dies nicht mitteilten, dann handelt es sich also um den sichersten Weg, es sich mit dem Recruiter zu verscherzen – abgesehen von dem Fall, dass Sie bei einem Vorstellungsgespräch durch Nichterscheinen glänzen.

Beim Kunden des Recruiters hinterlässt so etwas den Eindruck, dass er keine Ahnung von der Persönlichkeit seines Kandidaten hat und er verliert seinen Respekt vor dem Recruiter. Als Kandidat wiederum hinterlassen Sie den Eindruck, dass Sie sich wahllos überall bewerben und folglich reichlich verzweifelt sind. Oder noch schlimmer, dass Sie nachlässig sind.

Manche Unternehmen lehnen einen Kandidaten sogar automatisch ab, sobald sie einen Lebenslauf mehrfach erhalten. Denn dies sagt einiges über die Persönlichkeit eines Kandidaten aus. Außerdem wollen Sie sich nicht inmitten eines Streits über die Vermittlungsgebühren wiederfinden.

Wenn Sie den Personalvermittler darüber informieren, dass Sie sich vor Jahren bereits bei einem Unternehmen beworben haben und dann auch noch auf eine andere Stelle, dann dürfte niemand damit ein Problem haben. Falls dies jedoch erst später zur Sprache kommt, kann es für reichlich Unmut sorgen.

Geben Sie dem Recruiter nach dem Gespräch sofort ein Feedback

Bevor ein Recruiter mit dem Unternehmen spricht, möchte er zu allererst vom Kandidaten wissen, wie das Gespräch verlaufen ist, um sich damit in eine bessere Verhandlungsposition zu manövrieren. Darüber hinaus vermittelt der Recruiter damit gegenüber seinem Kunden den Eindruck, alles unter Kontrolle zu haben und der Kandidat zeigt Interesse.

Versenden Sie Ihren Lebenslauf als PDF- und Word-Dokument

Wenn ein Kandidat seinen Lebenslauf einsendet, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Dokument mehrfach weitergeleitet wird. Da nicht alle über die gleiche Word-Version verfügen, besteht die Gefahr, dass die Formatierung des Lebenslaufs unansehnlich ausfällt. Daher sollte ein Lebenslauf immer als PDF verschickt werden.

Dennoch kann es durchaus sinnvoll sein, das Schreiben auch als Word-Dokument mitzuschicken. Auf diese Weise kann der Recruiter einen Lebenslauf überarbeiten oder ihn für die fragliche Stelle in Form bringen. Für einen Recruiter ist es immer hilfreich, beide Optionen zu haben.

Haken Sie mit E-Mails nach und nicht mit Anrufen

Recruiter hängen fast den ganzen Tag am Telefon. Manche Personalvermittlungs-Agenturen messen sogar, wie viele Telefonate ihre Recruiter führen. Manche Recruiter kommen so auf 50 Anrufe pro Tag und verbringen so mehr als vier Stunden am Hörer. Falls Sie also bei einem Recruiter nach dem Stand des Verfahrens nachhaken wollen, dann senden Sie ihm am besten eine E-Mail. Das werden sie zu schätzen wissen.

Hintergehen Sie keine Recruiter

Den Recruiter zu hintergehen und hinter seinem Rücken den Hiring Manager direkt zu kontaktieren, stellt einen weiteren Weg dar, es sich mit einem Recruiter zu verderben. Doch nur wenige Unternehmen stellen jemanden ein, der ungeduldig und nicht vertrauenswürdig ist. Falls Sie selbst mehr Kontrolle über den Ablauf gewinnen wollen, dann sollten sie dies mit dem Personalvermittler direkt besprechen.

Sprechen Sie Probleme ehrlich an

Falls Sie ein ernstes Problem in Ihrem bisherigen Werdegang haben, sollten Sie dies ebenfalls dem Recruiter mitteilen, bevor dies im Vorstellungsgespräch oder bei der Überprüfung des Kandidaten zum Vorschein kommt – allerdings erst nachdem Sie ihn ein wenig kennengelernt haben. Dann kann der Personalvermittler dies dem Hiring Manager auf positive Weise vermitteln. Außerdem kann er sich dann auf mögliche Reaktionen vorbereiten und es kommt zu keinen Peinlichkeiten. Schließlich wollen Recruiter mit Ihnen Geld verdienen und nicht Ihren Lebenslauf im Papierkorb verschwinden lassen.

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