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Privatkunden-Offensive geht weiter: Dekabank sucht 80 Vertriebsprofis

Dekabank

Die Dekabank bläst auch weiterhin zur Wachstumsinitiative. So will das „Wertpapierhaus“ der Sparkassengruppe bis Ende 2015 180 Mitarbeiter zur Vertriebsunterstützung der Sparkassen anheuern. Laut dem am heutigen Dienstag (26. August) vorgelegten Halbjahresbericht hat die Bank bereits etwa 100 davon angestellt und 70 haben ihre Arbeit aufgenommen. Also muss die Dekabank noch 80 Vertriebsmitarbeiter finden.

Trotz der Verstärkung hat die Dekabank mit dem Geschäft zu kämpfen. Die Nettovertriebsleistung verminderte sich im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30,4 Prozent auf nur noch gut 4 Mrd. Euro. Während die Erträge um 2,4 Prozent auf 746 Mio. Euro purzelten, erreichte das wirtschaftliche Ergebnis mit 322 Mio. Euro fast das Vorjahresniveau. Im Gesamtjahr will die Bank einen Profit von 500 Mio. Euro erzielen.

Das Ergebnis fällt umso enttäuschender aus, als die Dekabank das Immobiliengeschäft der ehemaligen Landesbank Berlin mit 110 Mitarbeitern übernommen hat. Insgesamt stieg die Beschäftigung des Konzerns binnen Jahresfrist um 134 auf 3672 Mitarbeiter an. Damit zählt die Dekabank zu den wenigen Instituten in Deutschland, bei denen tatsächlich noch ein Personalaufbau stattfindet. Für jeden Mitarbeiter ließ die Dekabank zwischen Januar und Juni allerdings keine 60.000 Euro springen.

Besonders erfreulich entwickelte sich das Kapitalmarktgeschäft, in dem sich das wirtschaftliche Ergebnis von 52,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2013 auf 138,1 Mio. Euro bis Ende Juni mehr als verdoppelte. Trotz der Integration des Immobiliengeschäfts der Landesbank Berlin kletterte das Ergebnis im Geschäftsbereich Immobilien der Dekabank nur um 6,8 Prozent auf 83,3 Mio. Euro. Im Geschäftsbereich Wertpapiere sank das Ergebnis sogar um 15,2 Prozent auf 150,6 Mio. Euro.

Dekabank-Chef Michael Rüdiger zeigte sich dennoch zufrieden: „Es ist uns dabei gelungen, den Aufwand zu senken, und dies trotz der Investitionen in den Ausbau zum Wertpapierhaus, einer deutlich intensiveren Regulatorik sowie der Integration der LBB-Invest und des kundenbezogenen Kapitalmarktgeschäfts der Landesbank Berlin.“

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