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Luxemburg stiehlt Indern die Show: Verkauf der Privatbank Merck Finck abgeblasen

Die Luxemburger Finanzaufsicht CSSF hat im letzten Moment die Übernahme der KBL epb durch die indische Hinduja Gruppe abgeblasen, wie die belgische Muttergesellschaft KBC am gestrigen Dienstag (15. März) mitteilte. Davon betroffen ist auch die Münchner Privatbank Merck Finck, die zur Luxemburger KBL gehört und an 20 Standorten in Deutschland vermögende Privatkunden betreut.

“Der Verkauf der KBL epb an die Hinduja Gruppe findet nicht statt”, heißt in der KBC-Mitteilung lapidar. Dabei hatten die Beschäftigten der KBL in der Vergangenheit große Opfer für die Neuaufstellung der Bank bringen müssen. So wurde noch im Herbst ein Sozialplan angenommen, der u.a. den Abbau von 115 Stellen vorsieht. Die Hinduja Gruppe wollte für die KBL eigentlich 1,35 Mrd. Euro auf den Tisch blättern.

Die Gründe für die Ablehnung der Übernahme durch den indischen Mischkonzern bleiben indes dunkel. “Die CSSF ist zu diesem Schluss gekommen, indem die gesetzlich vorgeschriebenen Kriterien angewendet wurden, und nach einer Abstimmung mit anderen relevanten Behörden”, kolportiert die KBC.

Die Finanzaufsicht CSSF bestätigte unterdessen, die Ablehnung gegenüber dem Luxemburger Tageblatt, lehnte indes eine nähere Begründung ebenfalls ab.

KBC-Chef Jan Vanheuvel zeigte sich denn auch enttäuscht. “Trotz der getroffenen Entscheidung ändert sich nichts an der Umsetzung unseres strategischen Plans. So haben wir eine ausreichende Flexibilität mit der EU-Kommission ausgehandelt, was es uns erlaubt, unserer Desinvestitionen unter den bestmöglichen Bedingungen umzusetzen”, sagte Vanheuvel. In den kommenden Wochen werde KBC die verbleibenden Optionen für die KBL ausloten.

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