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Fünf Fragen, die Sie niemals bei Goldman Sachs stellen dürfen

Lloyd Blankfein

Lloyd Blankfein

Jedes Vorstellungsgespräch gelangt irgendwann einmal an den Punkt, an dem auch die Bewerber Fragen stellen dürfen. Dies stellt eine Gelegenheit dar, sich als interessierten und engagierten Mitarbeiter in Spe zu präsentieren.

Allerdings gibt es bei dieser Fragestunde auch Tabus. So warnt Goldman Sachs bestimmte Fragen vorzubringen, die die Gesprächspartner in die Defensive treiben könnten. Konkret heißt es: Kandidaten sollten „zu ausgeklügelte, administrative Fragen vermeiden, die den Interviewer in die Defensive drängen.“ Doch was heiß das genau? Vielleicht Folgendes:

1. Goldman Sachs-Vorstand Gary Cohn hat im Juni gesagt, dass das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren unter der niedrigen Volatilität und unveränderten Zinsen leide. Im Juli dürften sich die Erträge aus diesem Geschäft weiter verschlechtert haben. Fragen Sie also niemals, wie Goldman Sachs damit umzugehen gedenke.

2. Laut Brad Hintz, Analyst von Bernstein Research, hänge Goldman Sachs zu sehr von den volatilen Sales & Trading-Erträgen ab. Dagegen hätten sich Wettbewerber wie Morgan Stanley erfolgreich ins Wealth Management vorgewagt und damit ihre Ertragsströme diversifiziert. Fragen Sie also nicht, ob die grundlegende Strategie von Goldman Sachs dem neuen Umfeld angemessen ist.

3. Der Bonus von Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein hängt besonders von dem Ziel ab, dass die Bank eine Eigenkapitalrendite von 12 Prozent erzielt. Fragen Sie also nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass Goldman Sachs dieses Ziel in 2014 erreicht. Aktienanalyst Hintz rechnet damit, dass die Eigenkapitalrendite eher bei 7 Prozent liegt.

4. In den vergangenen Jahren hat Goldman Sachs beträchtliche Anstrengungen unternommen, Geschäftsbereiche an „hochwertige Standorte“ wie Mumbai oder Salt Lake City zu verlagern, wo die Kosten niedriger als an den etablierten Finanzzentren ausfallen. Fragen Sie also nicht, ob ihr Arbeitsplatz von dieser Verlagerung betroffen sein könnte. Ebenfalls sollten Sie nicht fragen, ob die Verlagerung von Arbeitsplätzen an diese „hochwertigen Standorte“ genügt, um die steigenden Kosten der wachsenden Regulierung aufzufangen.

5. Erst kürzlich hat die Nachrichtenagentur Bloomberg gemeldet, dass die Experten von Goldman Sachs sich eine neue Generation von strukturierten Produkten ausgedacht haben, „die Schuldtitel in Wertpapiere mit erstklassigem Rating bündeln.“ Das hört sich nach einem Déjà-vu aus der Finanzkrise an. Fragen Sie also nicht, worin sich diese Wertpapiere von ihren Vorgängern aus 2008 unterscheiden. Und fragen Sie auch nicht, ob diese innovativen Produkte ein Risiko für die Reputation der Bank darstellen.

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