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Das ultimative Ranking: Welche Schweizer Bank am besten zahlt (Update)

Foto: Getty Images

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Die Genfer Privatbanken Pictet, Lombard Odier und Mirabaud haben 200 Jahre strikte Verschwiegenheit über ihre Geschäftszahlen gewahrt. Doch diese Ära endete in der vergangenen Woche, in der die Institute nach einem Rechtsformwechsel erstmals Halbjahreszahlen präsentierten. Damit können wir endlich unser traditionelles Ranking vervollständigen: Wer zahlt am besten und wo sind die Mitarbeiter ihr Geld auch Wert? Wieder einmal gibt es handfeste Überraschungen.

Quelle: Halbjahreszahlen / eFinancialCareers.ch Quelle: Halbjahreszahlen / eFinancialCareers.ch[/caption]

Im Wealth Management haben die beiden Genfer Privatbanken das Ranking gründlich durcheinandergewirbelt. So scheint Lombard Odier mit einem Personalaufwand von über 167.000 Franken im ersten Halbjahr am besten zu zahlen; an zweiter Stelle folgt Pictet mit immerhin noch fast 148.000 Franken. Dagegen sind es z.B. bei Julius Bär keine 114.000 Franken. Offenbar werden von der Romandie aus wohlhabendere Kunden betreut. Die Zahlen dürften allerdings etwas zu hoch ausfallen, weil die Genfer Institute keine gesonderten Zahlen für Wealth und Asset Management ausweisen.

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Bei den Vorsteuergewinnen pro Kopf schiebt sich indes eine Zürcher Adresse an die Spitze. Mit gut 89.000 Franken liegt Vontobel spürbar vor Pictet mit gut 68.000 Franken.

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Bei der Kosteneffizienz zeigt sich indes ein anderes Bild. Dort kann Julius Bär mit einer Aufwands-Ertrags-Quote von 70,8 Prozent glänzen, dicht gefolgt von der LGT aus Vaduz mit 71 Prozent und Pictet mit 72,2 Prozent. Julius Bär musste also für jeden Franken Ertrag weniger als 71 Rappen ausgeben.

Ganz finster sieht es hingegen bei der Credit Suisse mit 94,9 Prozent aus. Die Strafzahlung von 2,5 Mrd. Franken zur Beilegung des Streits mit den US-Steuerbehörden haben der Bank gründlich das Geschäft verhagelt.

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Im Asset Management stellt Vontobel mit einem Personalaufwand pro Kopf von 359.000 Franken den absoluten Ausreißer dar. Die zweitplatzierte Lombard Odier kommt mit gut 167.000 Franken nur auf die Hälfte. Bei der letztplatzierten UBS ist es mit gut 111.000 Franken kein Drittel.

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Ein Blick auf die Gewinnzahlen offenbart auch einen Grund für den Vorsprung Vontobels. Die Mini-Universalbank liegt hier mit einem Vorsteuerergebnis von gut 171.000 Franken deutlich vor Pictet mit gut 68.000 Franken. Am schlechtesten schneidet Mirabaud mit keinen 33.000 Franken ab.

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Dagegen fällt die Kosteneffizienz unspektakulär aus. Die meisten Banken liegen bei der Aufwands-Ertrags-Quote in einem Korridor von 71 bis 75 Prozent. Lediglich Lombard Odier und Mirabaud liegen mit 80 bzw. 85,4 Prozent darunter.

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Im Investmentbanking zahlt die UBS mit 198.000 Franken am besten. Ihre Kollegen von der Credit Suisse kassieren fast 40.000 Franken weniger. Bescheiden schneidet auch Vontobel mit gut 127.000 Franken ab.

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Die im ersten Halbjahr erzielten Gewinne rechtfertigen diese Gehaltsunterschiede nicht. So liegen UBS und Credit Suisse mit einem Vorsteuergewinn pro Kopf von gut 85.000 bzw. gut 83.000 Franken auf einer Augenhöhe. Die schmal bezahlten Investmentbanker von Vontobel generieren hingegen fast 104.000 Franken und damit deutlich mehr als die Großbanken.

URS7

So verwundert es kaum, dass Vontobel mit einer Aufwands-Ertragsquote von 70,7 Prozent am günstigsten wirtschaftet.

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