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Vor allem das Ausland ist vom Abbau der Stellen bei der BayernLB betroffen

“Schwarzer Montag” für die Mitarbeiter der BayernLB. Drei Tage nachdem der neue Ministerpräsident Horst Seehofer Einschnitte bei der chronisch defizitären Landesbank ankündigte, ist das ganz Ausmaß der Krise deutlich geworden.

In den kommenden vier Jahren wird das von der bayerischen Staatsregierung und den bayerischen Sparkassen getragene Institut weltweit 5.600 Stellen streichen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Für die Beschäftigten in Deutschland bedeutet das “Glück im Unglück”. Bei der BayernLB werden lediglich 1.000 Stellen gestrichen, davon 200 im Ausland. In der Konzernzentrale in München arbeiteten Ende Dezember 2007 insgesamt 5.170 Mitarbeiter.

Zwar sind betriebsbedingte Kündigungen nach Angaben von Vorstandschef Michael Kimmert nicht ausgeschlossen. Doch Betriebsräte und Gewerkschaften werden schon dafür sorgen, dass die Folgen für die Beschäftigten in Deutschland mit entsprechenden Sozialplänen und Abfindungen gemildert werden.

Außerdem wird Kimmer zufolge ein Teil der Stellen durch Beteiligungsverkäufe wegfallen. Die Stellen bleiben also zunächst erhalten, die betroffenen Beschäftigten bekommen lediglich einen neuen Arbeitgeber.

Ob Mitarbeiter bei der Online-Bank-Tochter Deutsche Kredit Bank entlassen werden, ist nicht bekannt. Ende 2007 arbeiteten bei der DKB 1.861 Beschäftigte.

Ungleich härter wird es die Mitarbeiter bei den Ausländstöchtern treffen. So kündigte die BayernLB an, die Büros in Hongkong, Peking, Tokio und Bombay zu schließen. In Europa soll die Niederlassung in Mailand dicht gemacht werden.

Die Gesellschaften in New York und London wiederum sollen “deutlich verkleinert” werden.

Darüber hinaus werden die Töchter in Luxemburg(Zahl der Mitarbeiter Ende 2007: 195), der Schweiz (85), die 2002 mehrheitlich übernommene saarländische Landesbank SaarLB (587) und vor allem die erst im vergangenen Jahr mehrheitlich übernommene österreichische Hypo Group Alpe Adria (HGAA, 6.833) einem “Restrukturierungsprogramm” unterzogen.

Allein die Übernahme der HGAA hatte die Beschäftigtenzahlen binnen Jahresfrist um 75 Prozent in die Höhe getrieben.

Keine Angaben machte die BayernLB zu ihrer ungarischen Tochter MKB Bank, die Ende 2007 immerhin 4.011 Beschäftigte zählte.

Wie viele Mitarbeiter in Asien, Großbritannien, Italien und den USA von den Stellenstreichungen betroffen sind, konnte ein Pressesprecher auf Nachfrage von eFinancialCareers nicht sagen.

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