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UBS deklassiert die Konkurrenz im zweiten Quartal

Machtvoll ist die krisengeschüttelte UBS zurück im Geschäft. Mit einem Vorsteuergewinn von 2,61 Mrd. Franken (1,90 Mrd. Euro) übertraf die UBS nicht nur deutlich die Analystenmeinungen, sondern deklassierte auch die Mitbewerber, wie aus den heute (27. Juli) vorgelegten Geschäftszahlen für das zweite Quartal hervorgeht.

So erwirtschaftete der Lokalrivale Credit Suisse in dem gleichen Zeitraum lediglich 1,8 Mrd. Franken (1,3 Mrd. Euro). Auch die Deutsche Bank, die ebenfalle heute ihre Zahlen präsentierte, lag mit umgerechnet 2,1 Mrd. Franken (1,5 Mrd. Euro) hinter dem Schweizer Marktführer.

“Unsere Investmentbank hat ihre Wettbewerbstellung verbessert, und die Gewinne von Wealth Management & Swiss Banking sind stabil. Unser Geschäftsportfolio ist immer besser in der Lage, unter verschiedenen Marktbedingungen wettbewerbsfähige Erträge zu generieren”, ergänzte UBS-Chef Oswald Grübel

Gute Geschäfte im Investmentbanking

Für das gute Abschneiden war vor allem das Investmentbanking verantwortlich. So konnte die UBS in der Königssparte des Bankings im zweiten Quartal einen Vorsteuergewinn von 1,31 Mrd. Franken (957 Mio. Euro) einstreichen, womit die Deutsche Bank mit umgerechnet 1,07 Mrd. Franken (779 Mio. Euro) und die Credit Suisse mit 784 Mio. Franken (585 Mio. Euro) ausgestochen wurden. “Wir waren besonders stark im Aktienhandel und bei Fremdwährungen”, sagte UBS-Finanzchef John Cryan.

Abflüsse im Wealth Management verringert

Auch der Mittelabfluss nach der Affäre um die Herausgabe von Kundendaten an die US-Steuerbehörden hat sich deutlich verringert. Während vermögende Privatkunden im ersten Quartal noch 18 Mrd. Franken (13 Mrd. Euro) abgezogen hatten, waren es im zweiten Quartal nurmehr 4,7 Mrd. Franken (3,4 Mrd. Euro). Dabei stellt sich die Situation laut UBS-Angaben im grenzübergreifenden Geschäft anhaltend kritisch dar.

Im Wealth Management und Swiss Banking strich die UBS einen Gewinn von 1,13 Mrd. Franken (824 Mio. Euro) ein. Allerdings wird das Amerika-Geschäft gesondert bilanziert, wo ein Verlust von 67 Mio. Franken (49 Mio. Euro) anfiel.

Personalabbau hält weiter an

Dennoch geht der Personalabbau weiter: So hat sich die Mitarbeiterzahl von Ende März bis Ende Juni um rund 400 auf 63.876 Beschäftigte vermindert, wovon vor allem die private Vermögensverwaltung betroffen war. Mithin sank die Zahl der Beschäftigten im Wealth Management und Swiss Banking um 211 und im Wealth Management Americas um 326 Mitarbeiter. Dagegen wurden im aufstrebenden Investmentbanking 179 neue Stellen geschaffen.

Die Personalkosten beliefen sich auf 4,4 Mrd. Franken (3,2 Mrd. Euro), womit die UBS für jeden Mitarbeiter durchschnittlich 69.000 Franken (50.000 Euro) aufwandte.

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