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Bei der Munich Re überzeugen nur die Asset Manager

Schon in den ersten neun Monaten hat die Munich Re mit 1,955 Mrd. Euro ihre Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr erreicht. Daher hebt der Rückversicherungskonzern seine Prognose für 2010 von 2 auf 2,4 Mrd. Euro an, wie aus den am heutigen Dienstag (9. November) vorgelegten Quartalszahlen hervorgeht.

Der unerwartete Geldsegen resultiert hauptsächlich aus dem guten Geschäft mit festverzinslichen Anlagen. So stieg das Ergebnis aus Kapitalanlagen von Januar bis September um beachtliche 25,7 Prozent auf 7,28 Mrd. Euro. Laut Unternehmensangaben errechne sich hieraus eine jährliche Verzinsung des Anlageportfolios von 5 Prozent, was bei der hohen Quote festverzinslicher Anlagen eine beachtliche Performance darstellt.

Von beträchtlichem Auswirkungen auf die gute Geschäftsentwicklung waren auch die geringen Belastungen aus Großschadensereignissen im dritten Quartal. Während sich die Schaden-Kostenquote von Januar bis September auf 102,1 Prozent belief, womit die Kosten für Schäden die Prämieneinnahmen überstiegen, verminderte sich die Quote im dritten Quartal auf nur 93,8 Prozent. Daher purzelte der Gewinn in der Sparte in 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,2 Prozent auf 1,659 Mrd. Euro.

In der Erstversicherungssparte Ergo verbesserte sich indes die Gewinnsituation auf niedrigem Niveau. Während die Ergo-Gruppe in den ersten neun Monaten des Vorjahres nur einen Gewinn von 95 Mio. Euro einstrich, waren es in 2010 schon 432 Mio. Euro.

Bei den Mitarbeiterzahlen gab es in dem traditionell konservativen Unternehmen wenig Veränderung. So sank die Zahl der Beschäftigten seit Jahresbeginn um 0,1 Prozent auf 47.187 Mitarbeiter. Konzernweit wurde lediglich Personal in der Erstversicherung um 0,1 Prozent auf 30.833 Mitarbeiter und im Asset Management um 4, 4 Prozent auf 753 Beschäftigte abgebaut. Somit musste ausgerechnet die wichtigste Gewinnquelle des Konzern Federn lassen.

Dagegen fand in der Rückversicherung ein marginaler Personalaufbau um 1,1 Prozent auf 11.436 Beschäftigte und in der Krankenversicherung Munich Health um 3,9 Prozent auf 4165 Beschäftigte statt.

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