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Weiter keine Belebung auf dem Asset-Management-Arbeitsmarkt in Sicht!

Während die Bank of America, Goldman Sachs und JP Morgan Rekordgewinne im Investmentbanking erzielten, zeigte das Asset Management (AM) keine Besserung. Und während es auf dem Finanz-Arbeitsmarkt erste Besserungssignale gibt, sieht die Situation in der Vermögensverwaltung nicht ganz so rosig aus.

Die AM-Erträge bei Goldman fielen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 922 Mio. Dollar. Auch JP Morgan musste in diesem Bereich einen Rückgang von vier Prozent hinnehmen. Bei der Bank of America fiel der Gewinn des Bereichs Global Wealth Management and Investment Management im Vergleich zu 2008 um 24 Prozent.

Das ist nicht der einzige Grund für die Annahme, dass die Personalsituation im Asset Management dem leichten Aufschwung im Investmentbanking hinterher hinkt. Die jüngste
CBI/PWC-Vierteljahresumfrage hat ergeben, dass Fondsmanager weiter pessimistisch sind, was Neueinstellungen betrifft.

Eine Studie des Forschungsinstituts Create kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass bis 2010 nicht mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahlen im Asset Management zu rechnen sei. Zwar zeigten die Märkte Erholungstendenzen, doch gleichzeitig müssten die Vermögensverwaltern noch viel Fett loswerden.

Create-Chef Amin Rajan sieht lediglich im Bereich notleidende Kredite (“Distressed Debt”) Potenzial. “Wir sehen hier Wachstum, weil Kunden in diesem Bereich nach günstigen Investitionsgelegenheiten Ausschau halten.” Auch die sicheren Häfen Aktien und Kreditmärkte böten vereinzelt Gelegenheiten. “Momentan suchen sich die Unternehmen hier und da ein, zwei Mitarbeiter. Das ist aber nichts verglichen mit den vergangenen zwei Jahren.”

Headhunter Patrick Morrissey von Sheffield Haworth glaubt auch, dass im Asset Management derzeit nur “opportunistisch” eingestellt wird. “Einige Firmen müssen einstellen, weil sie gute Leute verloren haben, aber andere sind recht stark, haben viel Geld auf der Bank und sind entschlossen, während des Abschwungs zu rekrutieren.”

Derweil hat Martin Lorigan, Leiter des Bereichs Asset Management beim Personalberater Principal Search, beobachtet, dass viele Firmen das gegenwärtige Klima nutzen, um Produkte und Mitarbeiter zu deutlich niedrigeren Kosten zu bekommen.

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