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Tony Blair geht unter die Investmentbanker

Dass sozialistische Überzeugungen nicht unbedingt ein Steckenpferd des ehemaligen New Labour Premiers Tony Blair sind, dürfte seit seiner zehnjährigen Amtszeit als britischer Regierungschef allgemein bekannt sein. Doch dass der Multimillionär jetzt eine Investmentboutique im noblen Londoner Stadtteil Mayfair aufmachen will, stößt auch einigen seiner ehemaligen Weggefährten sauer auf.

Denn der 57jährige hat jetzt von der britischen Finanzaufsicht “Financial Services Authority” eine Banklizenz erhalten. Damit darf Blairs Unternehmen Tony Blair Associates Finanzdienstleistungen für Fonds und wohlhabende Privatkunden erbringen.

Bislang hatte sich das Unternehmen auf Beratungsdienstleistungen konzentriert. Dabei spielten wohl die umfangreichen Kontakte des Ex-Premiers rund um den Globus eine zentrale Rolle, indem sich Blair als sogenannte “Türöffner” nützlich machte. Zu dem betuchten Kreis seiner Kunden zählte nach Medienberichten auch die US-Investmentbank JPMorgan.

Zur Gründung seiner eigenen Mini-Investmentbank hat Blair eine illustre Schar an Investmentbankern um sich versammelt, wie das Branchenfachblatt Financial News berichtet. Dazu zählt der Experte für Mergers & Acquisitions Varun Chandra, der Spezialist für Medien Mark Labovitch und Jonathan Powell, der neben politischen Funktionen auch einmal als Managing Director für Morgan Stanley tätig war.

Das Vermögen Blairs und seiner Ehefrau wird auf rund 20 Mio. Pfund beziffert, wozu unter anderem Immobilien in der britischen Hauptstadt zählen. Blair hat Jura studiert und zog 1983 erstmals ins britische Unterhaus ein.

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