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Die verbreitetsten Fragen zu US-Lebensläufen

Nach einer Karriere als Recruiterin arbeitet Lisa Rangel heute als professionelle Lebenslaufverfasserin. Rangel beantwortet die nach Google verbreitetsten Fragen zu US-Lebensläufen (Resume im amerikanischen Englisch):

Sollte ein Lebenslauf Ziele beinhalten?

Niemals! Ziele gehören nicht in den Lebenslauf. Denn die „objectives“ geben nur an, was Sie als Jobsucher anstreben. Offen gesagt interessiert es keinen Arbeitgeber, was Sie wollen. Vielmehr  wollen Arbeitgeber wissen, wie Sie mit Ihrer bisherigen Berufserfahrung, Ausbildung und Ihren Fortbildungen zum Unternehmenserfolg beitragen können, falls sie Sie einstellen sollten. Dafür genügt eine Zusammenfassung.

Sollte ein Lebenslauf eine Zusammenfassung enthalten?

Unbedingt. Damit können Sie nicht nur skizzieren, was Sie mit Ihrer Erfahrung für das Unternehmen leisten können, sondern Sie hinterlassen damit auch einen ersten Eindruck. Dort schreiben Sie klar und deutlich, für welche Stelle Sie sich bewerben, damit der Recruiter oder Hiring Manager nicht erst darüber nachdenken muss. Die Zusammenfassung des Lebenslaufs stellt auch einen Ort dar, um die Schlüsselbegriffe Ihres Berufes und Ihrer Branche unterzubringen. Damit optimieren Sie die Schlüsselwörter des Dokuments, um in Datenbanken und sozialen Netzwerken leichter gefunden zu werden.

Sollte jede noch so kurze Station enthalten sein?

Im Allgemeinen gehe ich nicht weiter als 15 Jahre zurück – es gibt aber Ausnahmen: Haben Sie für eine der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gearbeitet? Das führen wir auf, da es sich um eine exzellente Ausbildung und Berufserfahrung handelt. Waren Sie im Finanzteam von MTV beschäftigt, als sie angefangen haben oder bei einem coolen Startup-Unternehmen in den frühen 90er Jahren? Es könnte sich lohnen, das anzuführen, wenn Sie immer noch in Ihrer aktuellen Position zu den Pionieren zählen. Damit zeigen Sie, dass Sie schon immer an vorderster Front der Branchenentwicklung dabei waren. Ich erwähne auch Zeitarbeitsverträge, sofern es Sinn macht. Hier gibt es keinen Automatismus.

Sollte der Lebenslauf nur eine Seite umfassen?

Falls Kandidaten weniger als zehn Jahre Berufserfahrung vorweisen können, dann ist ein einseitiger Lebenslauf angemessen. Mit über zehn Jahren Erfahrung ist auch ein zweiseitiger Lebenslauf akzeptabel – in Ausnahmefällen sogar ein dreiseitiger. Er sollte nur so lang sein, wie erforderlich – und kein Wort länger. Denn Sie müssen den Leser in fünf bis zehn Sekunden davon überzeugen, weiterzulesen. Nur weil Sie etwas schreiben, wird dies noch lange nicht gelesen. Auch bei einem nur einseitigen Lebenslauf gibt es keine Garantie, dass es der Leser bis zum Fuß der Seite schafft. Vielmehr müssen Sie den Leser stets dazu ermuntern weiterzulesen.

Wie sieht es mit Interessen und Hobbies aus?

Falls Sie noch ein wenig Platz haben und die ganze Seite füllen wollen, dann ist es in Ordnung relevante Interessen anzuführen, die für Intelligenz, Aktivität, Vitalität und Teambuilding sprechen. Führen Sie also die Vorbereitung auf einen Marathon, Schachspielen, Basketball und Hallensportarten sowie lange Reisen an – allerdings nur kurz am Fuß der Seite. Sie sollten auf Interessen verzichten, die für die Einstellungsentscheidung ohne jede Relevanz sind wie etwa Religion, sexuelle Orientierung, Gesundheit usf.

Gehört ein Foto in den Lebenslauf?

In  den USA sind Fotos in Lebensläufen und Bewerbungen tabu. Dennoch zählen Fotos in den Social Media-Profilen auch in den USA mittlerweile schon zu den Selbstverständlichkeiten. Beides darf jedoch nicht verwechselt werden. Oftmals gibt es Vorschriften, die Fotos in Unternehmensdokumenten verbieten, die für Einstellungsentscheidungen relevant sind. Wenn Sie also ein Foto einfügen, besteht nur die Gefahr, dass Sie frühzeitig vom Bewerbungsprozess ausgeschlossen werden.

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