☰ Menu eFinancialCareers

Headhunter sehen keine Entlassungswelle auf Landesbanken zukommen

Kommt die Fusionswelle bei den Landesbanken, oder kommt sie nicht? Am Montag hatte der Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, Peter Schneider, weitere Fusionen zwischen den Landesbanken gefordert – und die Öffentlichkeit zugleich auf einen drastischen Abbau von Arbeitsplätzen bei den betroffenen Instituten vorbereitet.

Von eFinancialCareers befragte Personalberater sind jedoch skeptisch, dass es tatsächlich dazu kommen wird. “Die Fusionswelle wird zunehmen, um Synergien zu nutzen”, sagt Till Rodheudt, Executive Director bei Michael Page in Düsseldorf. Jedoch warnt er vor zu pessimistischen Prognosen. “Bei einzelnen Abteilungen wird es wegen der Überschneidungen zu einem Arbeitsplatzabbau kommen”, so der Experte. Eine Pausschalaussage, welche Geschäftsbereiche nach einer Fusion schrumpfen würden, könne man heute aber noch nicht treffen.

Friedrich Wilhelm Graf Pfeil, Senior Client Partner bei Korn Ferry in Frankfurt, sieht dagegen noch kein klares Bild, ob es in absehbarer überhaupt zu weiteren Fusionen im Landesbankensektor kommen wird. “Bei den Landesbanken spielen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Zwänge eine Rolle”, sagt der auf die Besetzung von Topmanagementpositionen im Bankensektor spezialisierte Berater.

Andererseits sollten sich generell Führungskräfte, die mit einem Wechsel zu einem Wettbewerber, wie auch einer Landesbank liebäugeln, gut überlegen, ob dieser Schritt vom Geschäftsmodell und den Wettbewerbschancen der richtige ist. Schließlich sind Landesbanken seit dem Wegfall staatlicher Garantien dem gleichen Risiko ausgesetzt wie Privat- und Genossenschaftsbanken. Ein Kandidat solle sich deshalb fragen, ob die angebotene Position wirklich den individuellen Karrierezielen entspricht, so Pfeil.

Kommentare (1)

Comments
  1. Es ist doch so wie immer: Je weiter oben man in der Hierarchie steht, desto mehr Wechselmöglichkeiten gibt es. Investmentbanker und Händler werden bestimmt nicht lange nach einer neuen Arbeit suchen müssen. Sekretärinnen, Buchhalter, Marketingleute und all die anderen aus den Back-Offices sollten sich dagegen frühzeitig nach Alternativen umschauen.

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier