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Anteil der Unternehmensberaterinnen steigt (Teil 2)

Der Anteil der Unternehmensberaterinnen steigt – zumindest im Junior-Bereich. Nicht jede Beratung bietet Förderprogramme an. Einige renommierte Branchengrößen jedoch haben die Frauenförderung auf ihre Agenda gesetzt.

Insgesamt bietet der Studie zufolge nur knapp jede vierte Unternehmensberatung spezielle Förder- und Unterstützungsprogramme für weibliche Angestellte – zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle, Mentorinnen-Programme oder Bewerberinnen-Veranstaltungen – an. Die Gesellschaften jedoch, die solche Programme anbieten, geben als wichtigstes Ziel an, damit auf die sich verändernden Klientenanforderungen zu reagieren. Weiterhin gehe es darum, die Vielfalt der Kompetenzen in den Beratungsfirmen zu erweitern und den Frauenanteil auf allen Hierarchiestufen zu erhöhen.

So bietet beispielsweise die Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton auch deutschen Nachwuchsberaterinnen eine spezielle Förderung in Form eines MBA-Stipendiums an. Das Sponsorship beinhaltet neben der Übernahme der MBA-Studiengebühren im ersten Studienjahr auch Bücher- und Materialaufwendungen in Höhe von 2.000 US-Dollar.

Teilnahmeberechtigt sind Frauen, die bereits an einer der Top-Business-Schools in Europa oder den USA zugelassen wurden. Zwischen den beiden Studienjahren haben die Stipendiatinnen darüber hinaus die Möglichkeit, in einem der 18 europäischen Booz Allen Hamilton-Offices Praxiserfahrung zu sammeln. Die Besten erhalten im Anschluss daran ein Jobangebot als Associate und werden auch im zweiten Studienjahr finanziell unterstützt.

Auch McKinsey& Company will mehr Frauen für die Unternehmensberatung gewinnen. Dieses Ziel will McKinsey mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen erreichen. Dazu zählen individuelle Mentorenprogramme, gezielte Initiativen und außergewöhnliche Recruiting-Formate wie ein Recruiting-Event, das sich ausschließlich an Top-Akademikerinnen der Informatik sowie der Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften wendet.

“Wir möchten die einzigartigen Chancen, die ein Berufseinstieg als Beraterin bietet, vorstellen und Vorurteile über uns und unsere Arbeit abbauen. , begründet McKinsey-Deutschlandchef Jürgen Kluge das Engagement seiner Firma. “Doch auch langfristig wollen wir talentierte Mitarbeiterinnen für uns gewinnen.”

Zwar habe sich der Anteil der Frauen an den 1.100 Beratern des deutschen Büros im vergangenen Jahr bereits von 15 auf 17 % erhöht. Zufrieden sei er aber erst, wenn mittelfristig ein Anteil von 30 % erreicht werde, betont Kluge. Eine gleich bleibende Mitarbeiteranzahl vorausgesetzt, bedeutet dies die Einstellung von rund 150 zusätzlichen Beraterinnen.

Der Studie zufolge ist McKinsey allerdings die einzige Unternehmensberatung, die sich diese Zielgröße gesetzt hat. “Auf den Chefetagen vieler Unternehmensberatungen scheint das Thema noch nicht wirklich angekommen zu sein”, betonte Grass.

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