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EY-Studie: Wieso US-Banken mehr Spielraum bei Vergütungen und Neueinstellungen als die EU-Konkurrenz haben

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Während bei US-Banken schon wieder die Champagner-Korken knallen, kämpfen die EU-Institute immer noch mit den Nachwehen der Finanzkrise. Eine neue Studie des EY-Bankenexperten Dirk Müller-Tronnier zeigt auf, wie weit die US-Banken ihren europäischen Pendants bei der Krisenbewältigung voraus sind.

So erwirtschafteten die zehn der nach Bilanzsumme größten Banken der Vereinigten Staaten in 2013 einen Reingewinn von insgesamt über 157 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 116 Prozent. Die zehn größten Konkurrenten aus der EU schafften es gemeinsam auf gerade einmal gut 20 Mrd. Euro – Peanuts im Vergleich zu den US-Konkurrenten. Doch weniger Gewinn bedeutet auch weniger Spielraum für Boni und Neueinstellungen.

In dem mehrjährigen Vergleich zeigt sich, dass die US-Banken während der Krise ihre problematischen Bilanzpositionen beherzt abgeschrieben haben. Die europäischen Banken waren dabei langsamer, womit der Abbau der Altlasten noch heute die Gewinne schmälert. Dafür spricht auch, dass die kumulierte Bilanzsumme der zehn größten US-Banken mit 11,4 Billionen Euro deutlich niedriger als die der zehn größten EU-Banken mit 14,1 Billionen Euro ausfällt.

Auch bei der Eigenkapitalausstattung haben die US-Banken die Nase vorn, wobei es allerdings in der EU und den USA Unterschiede gibt, was alles zum Eigenkapital gerechnet werden darf. So lag die Eigenkapitalausstattung der US-Banken bei durchschnittlich 6,8 Prozent, während die europäischen Institute nur auf magere 5 Prozent kommen. Immerhin konnten die Europäer in den vergangenen fünf Jahren kräftig aufholen. Denn im Krisenjahr 2008 lag der Unterschied noch bei 6,5 zu 2,9 Prozent.

All dies führt dazu, dass die europäischen Banken immer noch eine verschwindend geringe Eigenkapitalrendite generieren. Der Return on Equity der zehn europäischen Institute lag in 2012 bei gerade einmal 2,8 Prozent. Seit der Krise erreichte dieser Wert niemals mehr als 5,5 Prozent, womit kaum noch die Eigenkapitalkosten erwirtschaftet werden. Dagegen strotzen die US-Banken mit einer Eigenkapitalrendite von 20,2 Prozent geradezu von Stärke. Dies stellt den höchsten Wert im vergangenen Jahrzehnt dar.

Quelle: EY Quelle: EY[/caption]

 

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