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GASTKOMMENTAR: Die zehn Gebote für Vorstellungsgespräche bei Investmentbanken

Unternehmen zu verlassen – oder damit zu drohen – ist der mit Abstand leichteste Weg, um eine saftige Lohnerhöhung zu erhalten. Daher ist eine kluge Strategie für ein Vorstellungsgespräch ein sehr wichtiges Mittel, um Ihr Einkommenspotenzial zu maximieren. Basierend auf meiner persönlichen Erfahrung und Beobachtung sowie auf meiner angeborenen List gebe ich hier einige Ratschläge, um das Interview-Spiel auf eine Weise zu spielen, die (wahrscheinlich) nicht an der Harvard Business School gelehrt wird.

1) Falls Sie nach dem Grund für Ihren Wechsel gefragt werden, dann ist es nicht nur OK “wegen des Geldes” zu antworten, sondern es handelt sich sogar um die korrekte Antwort. Falls Sie motiviert sind, Geld zu verdienen, dann sind Sie auch motiviert, höhere Profite für Ihren Arbeitgeber zu generieren.

2) Sagen Sie immer, dass Sie mit Ihrer gegenwärtigen Stelle glücklich sind. Geben Sie als Grund für Ihren Wechsel immer Pull- statt Push-Faktoren an. Damit ist es an Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber, Sie von einem Wechsel zu überzeugen. Dies wird er mit einer kräftiger Gehaltserhöhung versuchen.

3) Lassen Sie während des Gesprächs subtil einfließen, dass andere Unternehmen Sie einzustellen versuchen – auch wenn das nicht der Fall ist.

4) Reden Sie nie schlecht von Ihrem gegenwärtigen Team oder Ihrer derzeitigen Bank. Selbst an einem derart illoyalen Ort wie der Londoner City wird dies für einen schlechten Stil gehalten.

5) Falls Sie ein halbwegs anständiges Ansehen genießen, dann ist es manchmal sinnvoll, den Spieß umzudrehen und sie zu fragen, Sie von einem Wechsel zu überzeugen. Das zeugt von Selbstvertrauen und bringt Ihren Gesprächspartner zu dem Glauben, dass sie Sie von einem Wechsel überzeugen müssen.

6) Falls die Worte “langfristige Perspektiven” fallen, dann entschuldigen Sie sich höflich und verschwinden. Denn in der Londoner City geht es darum, so schnell wie möglich Geld zu verdienen.

7) Wenn es zu einer Gehaltsverhandlung kommt, dann fallen Sie nie auf den Trick herein, Ihre persönlichen Vorstellungen preiszugeben. Geben Sie vielmehr an, wie hoch Sie Ihren Marktwert einschätzen. Falls Sie fragen, wie hoch Ihr derzeitiges Gehalt ist, dann setzen Sie es 10 bis 15 Prozent zu hoch an … Das habe ich immer so gehalten und nie wurde es bemerkt.

8) Akzeptieren Sie niemals das erste Angebot … sagen Sie, dass Sie erst darüber nachdenken müssen, rufen Sie anschließend an und sagen Sie, dass sie für ein Plus von 15 Prozent wechseln würden. Dem willigen Sie fast ausnahmslos ein.

9) Stellen Sie sicher, dass Sie einen garantierten Bonus erhalten und dass Ihr Aktienpaket, das Sie bei Ihrem vorherigen Arbeitgeber angesammelt haben, abgelöst wird – denn bei einem Wechsel wird es unweigerlich verfallen.

10) Der erste Karriereschritt sollte zu einem kräftigen Schritt in der Bezahlung führen. Eine Verdopplung wäre gut. Alles unter einem Plus von 30 Prozent käme einem Desaster gleich.

Kommentare (1)

Comments
  1. warum muss ich auf 30 Prozent kommmen, ich bin doch sowieso milliardär?
    Diese seite ist mir zu schnöselig!

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