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Trotz Rekordverlusts heuert HSH Nordbank 200 neue Mitarbeiter an

Das Schifffahrtsgeschäft befindet sich immer noch in Schieflage. (Foto: Getty Images)

Das Schifffahrtsgeschäft befindet sich immer noch in Schieflage. (Foto: Getty Images)

Die Schifffahrtskrise hat der HSH Nordbank erneut einen Strich durch die Gewinn- und Verlustrechnung gemacht. So musste die strauchelnde Landesbank in 2013 einen Verlust von 814 Mio. Euro verkraften, wie das Institut am heutigen Donnerstag (10. April) meldete. Selbst im Krisenjahr 2009 waren es lediglich 743 Mio. Euro gewesen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft legte weiter um ein Drittel auf 882 Mio. Euro zu. Darüber hinaus musste die Bank einen Aufwand für die öffentlichen Garantien der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein von 414 Mio. Euro schultern. Und das bei Erträgen von gerade einmal 1,5 Mrd. Euro.

„Wegen der unverändert angespannten Lage in der Schifffahrt rechnet die Bank mit einer nicht vor dem Jahr 2015 einsetzenden und langsamer als bislang erwarteten Erholung der Fracht- und Charterraten sowie Schiffspreise“, heißt es von der HSH Nordbank.

Dennoch kann die Bank auch Erfolge vorweisen. So wurde die Bilanzsumme binnen Jahresfrist von 131 auf 109 Mrd. Euro verkürzt. Für das erste Quartal 2014 rechnet die HSH Nordbank sogar mit einem Vorsteuergewinn von rund 200 Mio. Euro.

Auch bei den Kosteneinsparungen kommt die Bank voran. So sank der Verwaltungsaufwand von 821 auf 732 Mio. Euro. Allein die Personalkosten verminderten sich um 8,4 Prozent auf 327 Mio. Euro. Die Aufwands-Ertrags-Quote im operativen Geschäft verbesserte sich von 57 auf 49 Prozent. Zu dem Erfolg trug maßgeblich der Abbau von 289 auf 2834 Vollzeitstellen bei. Pro Vollzeitkraft ließ das Unternehmen also durchschnittlich über 115.000 Euro springen, womit die HSH Nordbank immerhin zu bestzahlenden Banken in Deutschland gehört.

Besonders hoffnungsvoll angesichts des immensen Verlusts stimmt der Aufwärtstrend bei den Neueinstellungen. Denn trotz des Kahlschlags beim Personal hat die HSH Nordbank im abgelaufenen Jahr 197 Stellen neu besetzt. In 2012 hatte es nur 132 Neueinstellungen geben. Für 2014 kündigte die Bank zumindest eine Verlangsamung des Personalabbaus an.

„Wir sind gut ins Jahr 2014 gestartet. Die Kernbank wird am Markt punkten und 2014 einen soliden Gewinn machen. Dabei setzen wir vor allem auf Firmen- und Immobilienkunden. Die Altlasten in der Abbaubank reduzieren wir konsequent“, sagte HSH Nordbank-Chef Constantin von Oesterreich.

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