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Deutschland: Das gelobte Land für Fondsgesellschaften?

Internationale Fondsgesellschaften sind plötzlich sehr daran interessiert, ein Präsenz in Deutschland zu eröffnen. Deutsche Headhunter berichten von einem gleichzeitigen Anstieg der Nachfrage nach neuem Personal.

“Jeder scheint im Moment auf Deutschland zu setzen,” berichtet Patrick von Pfetten, Chef der Frankfurter Personalberatung Von Pfetten & Kollegen. “Deutschland wird als lohnendes Ziel angesehen. Die gesamte Asset Management-Branche hier wächst im Moment drastisch und sowohl lokale wie auch internationale Emissionshäuser stellen derzeit Personal ein.”

John Wittgenstein, Berater bei Korn/Ferry International in Frankfurt, äußert sich ähnlich positiv: “Internationale Unternehmen positionieren sich neu,” meint er. “Deutschland ist ein großer Markt und die Einstiegsbarrieren sinken.”

In der Vergangenheit haben Wittgenstein zufolge die sechs großen lokalen Fondsgesellschaften – DWS Investments, Union Investment, Deka Investmentfonds, Deutscher Investment Trust, Activest, und Cominvest – 80% des deutschen Fondsmarkts beherrscht. Doch das ändere sich mit zunehmender Deregulierung des Marktes, in der die etablierten Anbieter im Sinne einer “open architecture” auch die Produkte ihrer Mitbewerber über die eigenen Vertriebsnetze anbieten.

Als Ergebnis wollen Wittgenstein zufolge Unternehmen wie Credit Agricole Asset Management, die sich einst vom deutschen Markt zurückgezogen haben, hier wieder Fuß fassen. Auch Legg Mason, das im vergangenen Jahr Citigroup Asset Management übernommen hat, soll an einem Markteintritt in Deutschland interessiert sein. Der dänische Asset Manager Danske Capital beobachtet den Markt sehr genau, die belgische Dexia Asset Management plant konkret, im Juni ein neues Büro in Frankfurt zu eröffnen.

Von Pfetten und Wittgenstein berichten übereinstimmend, dass dafür vor allem Sales- und Marketingkräfte gesucht werden, die neue Gelder mitbringen. “Internationale Unternehmen bemühen sich um eine schnelle Rückkehr,” meint von Pfetten. “Das Gewicht liegt dabei eindeutig auf dem Vertrieb.” So soll das eigentliche Doing wahrscheinlich in Großbritannien oder den USA bleiben.

Wittgenstein zufolge kann eine erfahrene Vertriebskraft in Deutschland mit Jahresgehältern zwischen 150.000 und 250.000 Euro im Jahr verdienen, zuzüglich einer leistungsabhängigen Bonifikation.

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