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Frankfurt kaum betroffen: Deutsche Bank streicht angeblich 500 Stellen im Fixed Income-Geschäft

Deutsche Bank-Co-Chef Anshu Jain  will den Kulturwandel. (Foto: Getty Images)

Deutsche Bank-Co-Chef Anshu Jain will den Kulturwandel. (Foto: Getty Images)

Die Gerüchte um einen kräftigen Arbeitsplatzabbau im Investmentbanking der Deutschen Bank verdichten sich. So will die Nachrichtenagentur Bloomberg von einem bevorstehenden Stellenabbau in der Sparte durch zwei ungenannte Personen erfahren haben. Dies gehe über den bereits in 2012 angekündigten Abbau von 2000 Stellen hinaus. Von dem Abbau seien auch Managing Directors betroffen.

Jetzt legte auch Handelsblatt Online nach. Demnach plant der Branchenprimus einen Abbau von 500 Stellen, der hauptsächlich auf das Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) entfalle. Betroffen sei vor allem der Standort London. Frankfurt und New York würden hingegen weitgehend ungeschoren davonkommen.

Von der Deutschen Bank hieß es hierzu nur lapidar: „Wir werden auch weiterhin die Mitarbeiterzahl unseres Corporate Banking & Securities als Teil unserer Strategie 2015+ dynamisch managen und im Einklang mit unserem langfristigen Ziel, die Effizienz weiter verbessern.”

Laut Bloomberg stehe die Entscheidung in Verbindung mit der Anhebung der Grundgehälter bei der Deutschen Bank. Das Institut hatte bereits bei der Jahrespressekonferenz Ende Januar angekündigt, die Gehälter ihre Manager an die EU-Bonusdeckelung anzupassen. Im Klartext bedeutet dies: Gehälter hoch und Boni runter, damit das Verhältnis von Boni zu Gehältern nicht über der gesetzlichen Maximalquote von 2:1 liegt. Der Nachteil dabei: Die Fixkosten im Investmentbanking steigen dadurch weiter an.

Dabei hatte die Deutsche Bank bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr im Fixed Income-Geschäft schwerer zu kämpfen als der Branchendurchschnitt. So stürzten allein die Erträge in Debt Sales & Trading um 25 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro ab. Da es sich um eine der Hauptertragsquellen der Deutschen Bank handelt, trifft ein Ertragseinbruch hier das Institut besonders schmerzhaft. Bei der Jahrespressekonferenz hatte Deutsche Bank Co-Chef Anshu Jain lediglich von einer „Rekalibrierung“ des FICC-Geschäfts gesprochen. Jetzt wird allmählich klar, was er darunter versteht.

Quelle: Deutsche Bank-Präsentation

Quelle: Deutsche Bank-Präsentation

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