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Acht Tipps, damit Ihr Jobwechsel nicht im Desaster endet

Nach einigen traurigen Jahren belebt sich endlich wieder der Arbeitsmarkt für Finanzprofis. Mithin scheint der rechte Zeitpunkt gekommen, um über den nächsten Karriereschritt nachzudenken. Doch wie vermeiden Sie, dass der neue Arbeitgeber oder die neue Stelle sich als Missgriff erweisen? Wir haben bei Karrierecoaches und Recruitern nachgefragt, worauf Sie bei einem Jobwechsel achten sollten.

1. Lernen Sie Ihre Kollegen kennen

Der Bewerbungsprozess stellt kaum den passenden Zeitpunkt dar, um an der fraglichen Stelle zu zweifeln. Daher sollten Sie während der Bewerbungsphase immer Begeisterung für den Job zeigen, auch wenn es nur Fassade ist. Anschließend sollten Sie sich bemühen, Ihre Kollegen näher kennenzulernen, empfiehlt Karrierecoach John Lees von How to get a Job You Love.

„Sprechen Sie mit allen Leuten, die für das Unternehmen gearbeitet haben oder damit zu tun hatten – ehemalige und aktuelle Angestellte oder Geschäftspartner, die Sie kennen“, sagt Lees. „Bekommen Sie einen Eindruck von der Unternehmenskultur und wie die Arbeit dort wirklich aussieht.“

2. Arbeiten Sie sich durch die Sozialen Medien

In den Finanzdienstleistungen werden die sozialen Medien entweder vom Marketing oder aber von der Öffentlichkeit genutzt, um ihren Ärger über das Unternehmen kundzutun. Dennoch kann es sich lohnen, nach Leuten zu suchen, die tatsächlich einen Einblick in das Unternehmen oder die betreffende Branche haben, meint Recruiter Luke Davis von Robert Half.

„Social Media- und Bewertungswebseiten ermöglichen aktuellen und früheren Angestellten, Informationen auszutauschen. Auch wenn es bei jeder Geschichte zwei Seiten gibt und Sie Ihr Urteil nicht vollständig auf dieses Feedback stützen sollten, stellt ein massives negatives Urteil eines früheren Angestellten doch ein Alarmzeichen dar“, betont Davis.

3. Vorsicht bei schickten Jobtiteln und Bezahlung oberhalb des Marktniveaus

Überzogene Jobtitel sind in den Finanzdienstleistungen leider an der Tagesordnung und die Banken sind zweifelsohne bereit, für Spitzenkräfte auch viel Geld springen zu lassen. Dennoch sollten Sie sich davon nicht täuschen lassen und sich gar für etwas Besonderes halten. Denn wenn etwas zu schön klingt um wahr zu sein, dann ist es das womöglich auch nicht. „Eine überzogene Bezahlung oder eine schicker Jobtitel sind oft Anzeichen für Verzweiflung“, sagt Headhunter Andrew Pullman von People Risk Solutions, der früher in der Personalabteilung der Dresdner Bank gearbeitet hat. „Falls etwas gut klingt, dann bin ich besonders vorsichtig und recherchiere besonders gründlich.“

4. Wenn Informationen nur in eine Richtung fließen, dann sollten Sie nachfragen

Sicherlich gehört es zu einem Vorstellungsgespräch, zu seinem eigenen Leben ausgefragt zu werden. Doch wenn sich alles allein um Sie dreht, dann sollten Sie sich Sorgen machen, meint Davis. „Achten Sie auf Unternehmen, die sich nur für Ihre Kompetenzen und Berufserfahrungen interessieren und Ihnen keine Informationen zum Unternehmen geben. Ein Vorstellungsgespräch stellt nicht nur eine Chance dar, um Sie kennenzulernen, sondern es handelt sich auf um eine Gelegenheit für Sie, etwas über das Unternehmen zu erfahren“, meint Davis. „Während des Vorstellungsgesprächs sollten Sie Fragen stellen und der Arbeitgeber sollte Ihnen Einblicke gewähren, denn schließlich handelt es sich bei Einstellungen um eine wichtige Entscheidung.“

5. Checken Sie die Mitarbeiterfluktuation

Falls es sich bei dem neuen Arbeitgeber um einen grauenvollen Arbeitsplatz handelt oder der Vorgesetzte ein Albtraum ist, dann verursacht dies auch Kollateralschäden. Wenn die Mitarbeiterfluktuation in dem Unternehmen oder zumindest bei der fraglichen Stelle hoch ausfällt, dann gibt es dafür meist einen Grund. „Falls es sich um einen schlechten Manager handelt, dann ist die Fluktuation hoch“, sagt Pullman. „Treffen Sie sich informell mit dem Team und schauen Sie, ob die Chemie zwischen Ihnen stimmt. Falls sie dies ablehnen, dann handelt es sich um ein weiteres Warnsignal.“

6. Achten Sie auf die Entwicklungsmöglichkeiten

Vielleicht handelt es sich auch um einen guten Job mit einer prall gefüllten Gehaltstüte, aber die Entwicklungsmöglichkeiten sind armselig. Für viele Leute ist das ok. Anders sieht dies aus, falls Fortbildungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Karrierechancen wichtig sind. „Falls das Unternehmen Ihnen bei Ihren Karrierewünschen weiterhelfen kann, dann müssen Sie das auch sagen. Signalisieren Sie Ihre Karrierewünsche dem potenziellen Arbeitgeber“, rät Pullman.

7. Schauen Sie sich das Arbeitsumfeld an

Oftmals zeigen sich Arbeitgeber im Bewerbungsverfahren von ihrer Schokoladenseite. Doch davon sollte sich ein Kandidat nicht täuschen lassen. „Schauen Sie sich für einige Stunden in dem Unternehmen um und achten Sie auf die Dynamik des Teams. Falls Sie sich nicht wohl fühlen, dann sollten Sie noch vor dem Start abspringen“, meint Lee.

8. Versuchen Sie sämtliche Gründe herauszufinden, wieso das Unternehmen einstellt

Handelt es sich um eine neugeschaffene Position oder um die Wiederbesetzung einer vorhandenen Stelle? Wenn ja, wieso ist der bisherige Mitarbeiter gegangen? „Falls ein Unternehmen davor zurückscheut, die Gründe zu nennen, wieso eine Stelle verfügbar ist, oder sich abfällig über den früheren Mitarbeiter äußert, dann hat er offenbar etwas zu verbergen“, sagt Davis.

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