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Versicherungen bauen weiter Stellen ab

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Anzahl der Versicherungsarbeitsplätze im deutschsprachigen Raum weiter zurückgehen dürfte. Im Vertrieb und Risikomanagement wird hingegen eingestellt.

Die Zahl der Arbeitsplätze in der Versicherungsbranche dürfte trotz einer überwiegend positiven Grundstimmung weiter sinken. Das ergibt die aktuelle Studie “Insurance Trend” von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit der Fachzeitschrift “Versicherungsmagazin”. Fast 40% aller von Steria Mummert befragten Top-Entscheider erwarten, dass die Anzahl der Mitarbeiter in ihrem Unternehmen in den nächsten 12 Monaten weiter zurückgeht. Eine positive Entwicklung in Sachen Arbeitsplätze sieht nur knapp jeder vierte Befragte.

Auch in der Schweiz wird die weitere Entwicklung der Mitarbeiterzahlen negativ eingeschätzt, hier zeigt die Studie sogar eine noch düsterere Prognose durch die Brancheninsider. Dennoch hat sich insgesamt die Stimmungslage gegenüber dem zweiten Halbjahr 2005 weiter leicht verbessert.

Betroffen von dem erwarteten Abbau wird insbesondere die Sachbearbeiterebene sein, wie Jürgen Wulf, Partner bei Steria Mummert, bestätigt: “Wir erwarten vor allem eine Reduktion bei den Sachbearbeitungstätigkeiten an den dezentralen Standorten. Hiervon sind sowohl vertrags- als auch schadenbearbeitende Bereiche betroffen.” Wulf macht insbesondere die zunehmenden Standardisierungstendenzen dafür verantwortlich: “Durch gezielte Prozessstandardisierung und unterstützende Automatisierung werden Arbeitsabläufe harmonisiert und in so genannten Service Centern zusammengeführt.”

Die optimistische Grundstimmung in der Versicherungsbranche im deutschsprachigen Raum hält hingegen weiter an: 60% der Befragten gaben sich im Mai 2006 zuversichtlich – sogar knapp 20% mehr als in der Oktoberbefragung 2005. Diese positive Grundstimmung spiegelt sich in der Investitionstätigkeit wider. Die Aufwendungen insbesondere für Informationstechnologie, aber auch für Marketing und Kommunikation für Produktangebote, legen im Vergleich zum Herbst deutlich zu.

Im Vertrieb sieht Jürgen Wulf einen Bereich, in dem im Versicherungslager weiter Personal aufgebaut wird: “In vielen Fällen wird über eine Erhöhung der Vertriebskapazitäten nachgedacht.” Auch hochqualifizierte Kräfte mit versicherungsmathematischen Kenntnissen sind gefragt: “Versicherungstechnisches Risikomanagement wird eine der wichtigsten Disziplinen werden,” ist sich Wulf sicher.

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