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Wer sein Gehalt verdient und wer nicht: Die Ertragsentwicklung 2010 im Investmentbanking

Die Analysten von Nomura haben sich die Mühe gemacht und die Entwicklung der Investmentbanking-Erträge für 2010 errechnet. Dabei wurden Abweichungen aufgrund unterschiedlicher Berechnungsmethoden berücksichtigt, so dass die Ergebnisse miteinander vergleichbar sind. Demnach ist das Geschäft im abgelaufenen Jahr recht schlecht gelaufen, dennoch konnten sich einige Anbieter dem Trend widersetzen und haben recht gut abgeschnitten.

Wer sein Geld wert ist…

1. Deutsche Bank, Equities

Durchschnittlich sind die Erträge aus Equity Sales und Trading um 11 Prozent im zurückliegenden Jahr gefallen. Dagegen legte das Aktiengeschäft bei der Deutschen Bank um 17 Prozent zu, wofür jemanden bei den Deutschen Bank Anerkennung gebührt.

2. UBS, FICC

Die UBS hat im vergangenen Jahr 420 neue Mitarbeiter für das Geschäft mit Festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen (FICC) eingestellt – inklusive 225 Managing und Executive Directors. Vor diesem Hintergrund käme es einem Desaster gleich, wenn der UBS in diesem Geschäftsbereich kein überdurchschnittlicher Zuwachs gelungen wäre. Laut Nomura sind die bereinigten Erträge in Franken um 14 Prozent gewachsen, obgleich die Erträge im Marktdurchschnitt um 23 Prozent nachgaben.

Wer sein Geld nicht wert ist…

1. Citigroup, Equities

Die Citigroup baut ihr Aktiengeschäft neu auf, wofür es einen guten Grund gibt: Im vergangenen Jahr brachen die Erträge um 31 Prozent ein, während der Markt um 11 Prozent nachgab.

2. Goldman Sachs, FICC

Für Goldman Sachs ließe sich argumentieren, dass die Entwicklung von einem außerordentlich guten Jahr 2009 verfälscht wurde. Dennoch fallen die Zahlen für 2010 sehr armselig aus. Im Jahresvergleich fallen die Erträge nach den bereinigten Zahlen im Geschäft mit Festverzinslichen, Währungen und Rohstoffen (FICC) um 25 Prozent, während der Markt nur um 23 Prozent einbrach.

3. Citigroup, M&A und Underwriting

Bei der Citigroup lief das Jahr 2010 auch im Geschäft mit M&A und Underwriting nicht gut, wobei ein beträchtlicher Teil des Führungspersonals die Bank verließ. Im Vergleich zum Vorjahr verminderten sich die Erträge um 20 Prozent, obgleich der Markt nur um 3 Prozent nachgab.

Die prozentuale Veränderung der Equities-Erträge von 2009 zu 2010 in der jeweiligen Währung

Deutsche Bank: 17 Prozent

Morgan Stanley: 6 Prozent

JP Morgan: -5 Prozent

UBS: -13 Prozent

Barclays Capital: -15 Prozent

Nomura: -20 Prozent

Goldman Sachs: -26 Prozent

Citigroup: -31 Prozent

Durchschnitt: -11 Prozent

Die prozentuale Veränderung der FICC-Erträge von 2009 zu 2010 in der jeweiligen Währung

UBS: 14 Prozent

Nomura: -19 Prozent

JP Morgan: -22 Prozent

Morgan Stanley: – 22 Prozent

Deutsche Bank: – 25 Prozent

Citigroup: – 29 Prozent

Barclays Capital: -32 Prozent

Goldman Sachs: -45 Prozent

Durchschnitt: -23 Prozent

Die prozentuale Veränderung der M&A-Erträge von 2009 zu 2010 in der jeweiligen Währung

Deutsche Bank: 14 Prozent

Nomura: 3 Prozent

Barclays Capital: – 1 Prozent

UBS: – 2 Prozent

Goldman Sachs: -3 Prozent

Morgan Stanley: -4 Prozent

JP Morgan: -14 Prozent

Citigroup: -20 Prozent

Durchschnitt: -1 Prozent

Quelle: Nomura

Kommentare (2)

Comments
  1. Das Ergebnis der Deutsche Bank AG ist sicherlich durch die eigene Kapitalerhöhung im Volumen von fast 10 Mrd. ein wenig verzerrt! Diese eigene Kapitalmassnahme und die auch Ende Sep10 als Lead durchgeführte Kapitalerhöhung von HDD hat doch schon die Q3-Zahlen der DBK “gerettet”!

  2. Aber warum ist Nomura in diesen Rankings vertreten? Ach ja, die haben die Studie verfasst………..

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