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Beschäftigungswunder bei der ING Diba: Doch lohnt sich die Arbeit bei der Direktbank überhaupt?

Hauptsitz der ING Diba in Frankfurt.

Hauptsitz der ING Diba in Frankfurt.

Solche Zahlen dürften die Kollegen von der Commerzbank vor Neid erblassen lassen. Während die rund 54.000 Mitarbeiter des Konzerns nur einen Reingewinn in der homöopathischen Dosis von 78 Mio. Euro zustande brachten, sind es bei der ING Diba stolze 474 Mio. Euro – einen neuen Rekordwert, wie das Institut jetzt meldete. Dabei beschäftigt die ING Diba gerade einmal 3357 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Nettogewinn um 46 Prozent.

Auch die Aufwands-Ertragsquote kann sich mit schmalen 46 Prozent sehen lassen. Wohl durch die positive Geschäftsentwicklung beflügelt, hat die Direktbank in 2013 etwa 180 neue Stellen geschaffen – 44 davon allein im Firmenkundengeschäft. Insgesamt hat ING Diba damit in den zurückliegenden zehn Jahren über 1500 neue Stellen generiert.

Für das laufende Jahr kündigte ein Unternehmenssprecher einen „moderaten Ausbau“ an. Derzeit sind tatsächlich auf der Website des Unternehmens 55 Stellen ausgeschrieben. Der Sprecher wollte indes nicht beziffern, in welchen Bereichen das Personal aufgebaut wird.

Doch lohnt sich die Arbeit bei der Online-Bank überhaupt? Laut den Geschäftszahlen kletterte der Personalaufwand in 2013 um 15 Prozent auf 265 Mio. Euro. Durchschnittlich  ließ das Institut für jeden Beschäftigten also nahezu 80.000 Euro springen, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 9 Prozent oder gut 6500 Euro bedeutet. Zum Vergleich: Die Commerzbank ließ in 2013 für jeden Mitarbeiter nur rund 72.000 Euro springen.

Laut dem ING Diba-Vorstandsvorsitzenden Roland Boekhout fallen die Boni für 2013 moderat aus. Die genaue Höhe wollte die Bank auch auf Anfrage nicht beziffern. Für das Vorjahr wies der Vergütungsbericht der Bank jedoch einen Bonus von 10,4 Mio. Euro aus, wovon 791 Mitarbeiter profitierten. Mithin lag der Bonus in 2012 bei durchschnittlich gut 13.000 Euro. Ein Unternehmenssprecher erklärte unterdessen, dass der Bonuspool in der gleichen Größenordnung wie 2013 ausfalle.

Quelle: Geschäftsberichte / eFinancialCareers.de

Quelle: Geschäftsberichte / eFinancialCareers.de

 

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