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Offenen Immobilienfonds drohen Null-Rendite und hohe Kapitalabflüsse

Offene Immobilienfonds in Deutschland können sich der Finanzkrise nicht länger entziehen. “Seit vier Wochen machen sich Sorgen über den Konsum breit”, sagte Thomas Beyerle, Chefanalyst bei der früheren Dresdner-Bank-Immobilientochter DEGI zu eFinancialNews. Und es gebe nun einmal einen starken Zusammenhang zwischen Konsumausgaben und Auswirkungen auf den Immobilienmarkt.

Marcus Lemli, Leiter Kapitalmärkte Deutschland bei Jones Lang LaSalle, rechnet damit, dass die Immobilienrenditen im kommenden Jahr auf null sinken werden.

“Sollten sich die Kreditmärkte erholen, könnte wir ein paar Transaktionen sehen, aber das sind Notverkäufe”, ergänzte Buddy Roes, Deutschland-Geschäftsführer von ING Real Estate Investment Management.

Nachdem die Bundesregierung eine Bürgschaft für alle Sparkonten übernommen hat, fürchten Fondsmanager, das viele Anleger ihr Geld angesichts der Null-Rendite aus Immobilienfonds wieder abziehen könnten.

Martin Gilbert, Vorstandschef des neuen DEGI-Eigentümers Aberdeen Asset Management, fürchtet um den Nimbus von Immobilien, die von den meisten Deutschen noch immer als sehr sichere Geldanlage betrachtet werden.

Sollte institutionelle Anleger anfangen, Geld von Immobilienfonds abzuziehen, könnten Privatanleger ebenfalls auf Nummer sicher gehen. Sollten Großanleger im großen Stil Kapital abziehen, droht der Branche eine Abwärtspirale aus Notverkäufen in einem Markt mit sinkenden Preisen. Die Renditen der Fonds würden weiter sinken und noch mehr Anleger würden ihr Geld zurückfordern.

Um zu verhindern, dass den Fonds das Geld ausgeht, sitzen viele auf großen Bargeldständen – statt das Geld wie vorgesehen in Immobilienkäufe zu investieren.

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