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Bescheidener Gewinn bei der NordLB: Aber 350 neue Mitarbeiter eingestellt

Einen Vorsteuergewinn von 100 Mio. Euro erwirtschafte die NordLB im ersten Halbjahr 2010. Damit blieb das Hannoveraner Institut um 63 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück, wie die Bank am heutigen Dienstag (31. August) mitteilte.

Für das bescheidene Ergebnis war vor allem ein Einbruch im Handelsgeschäft verantwortlich, wo die Landesbank mit 82 Mio. Euro 85 Prozent weniger verdiente als im Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr hatte die NordLB indes von einer deutlichen Erholung an den Finanzmärkten profitiert.

Dagegen legte das Zinsergebnis um 14 Prozent auf 758 Mio. Euro und das Provisionsergebnis um 33 Prozent auf 83 Mio. Euro zu. “Als zentraler Werttreiber erweist sich jetzt wieder das klassische Bankgeschäft”, sagte NordLB-Chef Gunter Dunkel.

“Überall merkt man einen leichten Aufbau”

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 5 Prozent auf 490 Mio. Euro, was schlecht für die Bank, aber gut für die Mitarbeiter ist. So legte der Personalaufwand um 4 Prozent auf 256 Mio. Euro zu.

Laut einem Unternehmenssprecher gehe dies allein auf die steigende Mitarbeiterzahl zurück. So seien per 30. Juni gruppenweit rund 350 Mitarbeiter mehr beschäftigt als vor einem Jahr. “Überall merkt man einen leichten Aufbau, der sich auf die rund 350 Stellen akkumuliert”, ergänzt der Sprecher. Insgesamt beschäftigt die NordLB etwa 6350 Mitarbeiter.

Als problematisch erwies sich die Verringerung der Kernkapitalquote von 8,7 auf 8,2 Prozent. Die NordLB war in der Finanzkrise neben der Helaba als einzige Landesbank ohne staatliche Geldspritzen ausgekommen. Doch den EU-Stresstest konnte die NordLB mit einer Kernkapitalquote von 6,2 Prozent nur knapp bestehen.

Eigentümer nicht zur Kapitalerhöhung bereit

Da künftig mit höheren Anforderungen an die Kernkapitalquote zu rechnen ist, steht die Bank vor einem Problem. Die Eigentümer haben unterdessen signalisiert, dass sie zu einer Kapitalerhöhung nicht bereit sind.

Für das zweite Halbjahr gab Dunkel einen verhalten positiven Ausblick: “Wir werden die positive Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr fortsetzen und das Geschäftsjahr mit deutlich positiven Ergebnis abschließen.”

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