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Krisengewinner: Deutsche Bank wirbt Investmentbanker von der Konkurrenz ab

Während die Deutsche Bank auf dem Heimatmarkt weiter Stellen streicht, wirbt das Institut im Ausland aggressiv Investmentbanker von der Konkurrenz ab.

Als vorläufig letzter wechselte der langjährige UBS-Spitzenbanker Robert Rankin als neuer Asien-Chef zur Frankfurter Großbank. Und in den USA hat die Deutsche Bank in wenigen Tagen ein ganzes Dutzend Investmentbanker von Bank of America/Merrill Lynch herübergelotst.

Huw van Steenis, Bankenanalyst bei Morgan Stanley in London, glaubt, dass die Platzhirsche JP Morgan, Goldman Sachs und die Deutsche Bank dabei sind, sich einen Vorsprung vor der Konkurrenz zu sichern, die durch die Krise geschwächt ist.

Zu den Instituten, die derzeit mit Problemen kämpfen, zählen dagegen neben der UBS vor allem die US-Großbank Citigroup und Merrill Lynch.

Ein wichtiger Grund für die Wechselbereitschaft sind natürlich die Gehälter. Der Schweizer Großbank aber auch die nach der Übernahme von Merrill Lynch in eine Schieflage geratenen Bank of America und die Citigroup dürfen bzw. können nicht mehr so hohe Boni zahlen wie vor Ausbruch der Finanzkrise. Schließlich mussten in allen Fällen die Steuerzahler einspringen, um eine Pleite zu verhindern.

Momentan sieht es so aus, als habe Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann richtig entschieden, als er sich – trotz öffentlichen Drucks – gegen die Annahme von Staatsknete entschied.

Während Konkurrenten wie die teilverstaatliche Commerzbank mehr oder weniger freiwillig auf zu hohe Gehälter und Boni verzichten, kann die Deutsche Bank die Schwäche der Konkurrenz nutzen, um gutes Personal für die Zeit nach der Krise zu verpflichten.

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