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GASTBEITRAG: Was ältere Bewerber in Lebensläufen immer wieder falsch machen

Es wurde schon viel über die Lebensläufe von Führungskräften geschrieben, gleich ob es sich um Chief Financial Officers, Senior Portfolio-Analysten oder Kreditrisiko-Analysten handelt. Sie haben sicherlich schon viele Listen über die klassischen Fehler gesehen, die es in einem Lebenslauf zu vermeiden gilt: Rechtschreibfehler, Grammatikfehler, Abkürzungen, farbiges Papier und Überlänge, um nur einige zu nennen. Als ehemalige Recruiterin und Ex-Hiring-Managerin kenne ich fünf spezielle Fehler, wieso die Lebensläufe von älteren Bewerbern regelmäßig im Papierkorb enden:

1. Ein Satz wie: „… mit über 25 Jahren Berufserfahrung…“

Wenn ich ein solches Statement lese, dann stelle ich mir gedanklich eine dürre, aufgeblasene Führungskraft vor, die sich auf ihren Lorbeeren ausruht und an die gute alte Zeit zurückdenkt. Unternehmen wollen jedoch wirkliche Führungspersönlichkeiten, die nach vorne blicken und die nur noch eine vage Erinnerung an ihre jüngsten Errungenschaften haben und die darauf brennen, die nächste große Aufgabe in Angriff zu nehmen. Schauen Sie also nicht zurück.

2. Eine Bezeichnung wie „gestandene Führungskraft“ oder ähnliches

Das hört sich ein wenig abgestanden hat. Verzichten Sie auf derartige Formulierungen.

3. Ein altes Format für einen Lebenslauf

Dies erinnert mich ein wenig an die Jacketts mit Schulterpolstern, wie sie Don Johnson in Miami Vice oder Dylan McKay in 90210 Beverly Hills getragen haben. Falls Sie Ihren Lebenslauf nach Ihrem Uniabschluss in 1988 oder 1998 angelegt und ihn ständig ergänzt haben, dann ist das Layout vielleicht ein wenig überholt. In diesem Fall sollten Sie ihn ganz neu anlegen. Würden Sie etwa einen Finanzprofi einstellen, der eine dünne Lederkrawatte wie aus den 80ern trägt? Wohl kaum. Wäre ein Bewerber mit einer Föhnfrisur die richtige Wahl für Sie? Eher nicht. Ebenso wird Ihr Lebenslauf in den Papierkorb verfrachtet, wenn er wie aus einer anderen Zeit aussieht. Fassen Sie Ihre Leistungen kurz und knapp zusammen.

4. Seine E-Mailadresse zu vergessen

Ich traue es mich kaum zu sagen: Doch in der heutigen Zeit spielt eine E-Mailadresse eine größere Rolle als die Privatanschrift. Wenn Sie Ihre E-Mailadresse in ihrem Lebenslauf vergessen, dann sagen Sie einem Recruiter damit: „Ich habe es immer noch nicht kapiert“ und Sie sind aus dem Spiel.

5. Geben Sie keine Ziele an Anfang eines Lebenslaufes an

Ziele anzugeben, stellt das Aus für jeden Lebenslauf dar. Denn diese zeugen davon, was Sie wollen und was Sie benötigen. Doch die meisten Hiring Manager interessiert es nicht, was Sie wünschen. Vielmehr wollen Sie wissen, welchen Mehrwert Sie mit Ihren Kompetenzen und Ihrer Berufserfahrung für das Unternehmen bieten und welche Probleme Sie im fraglichen Unternehmen lösen können. Falls Sie sich nicht auf die Bedürfnisse des Arbeitgebers fokussieren, dann wird Ihr Lebenslauf schlicht ignoriert.

Finanzprofis, die diese Fehler vermeiden, erhöhen ihre Chancen beträchtlich und werden zu mehr Vorstellungsgesprächen eingeladen.

Über die Autorin:

Lisa Rangel ist Managing Director von Chameleon Resume. Sie hat früher selbst in einem Recruitmentunternehmen gearbeitet und betätigt sich heute als professionelle Lebenslauf-Autorin. Rangel verfügt über diverse einschlägige Zertifikate und hat einige Ratgeber zum Thema verfasst.

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