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Ist bei der Credit Suisse mit 50 alle zu Ende?

Zu alt fürs Banking?

Zu alt fürs Banking?

Zählen Sie auch zur Generation 50 Plus und sorgen sich um Ihren Bankingjob? Dann müssen Sie sich wohl damit abfinden, denn das ist nun einmal das Gesetz der Branche – zumindest im Investmentbanking.

Dies behauptet jedenfalls Chris Carpmael, der bis vor kurzem bei der Credit Suisse als Finanzchef für Europa, den Mittleren Osten und  Afrika (EMEA) tätig gewesen ist. Als im vergangenen Jahr der sogenannte „Pate der Aktienanalyse“ Tony Shiret die Credit Suisse wegen Altersdiskriminierung vor Gericht zerrte, gab Carpmael zu, dass es bei dem Bankenriesen nur sehr wenige Mitarbeiter über 50 Jahre gebe. Allerdings führte Carpmael dies auf die „Natur“ des Investmentbankings zurück.

Das gleiche Schicksal scheint dem 48jährigen jetzt selbst zu widerfahren. Laut dem englischen Fachblatt Financial News hat Carmael die Credit Suisse zu Jahresende verlassen, was die Bank unterdessen bestätigte.

Zu den Hintergründen wollte sich die Schweizer Großbank indes nicht äußern. Insider erzählen jedoch, dass Carpmael die Bank auf eigenen Wunsch verlassen habe. Dabei scheint es sich nicht um das erste Mal zu handeln, dass sich Carpmael eine Auszeit vom Investmentbanking gönnt.  So berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg bereits in 2011, dass Carpmael, damals Co-Head Europa für Cash-Equities, die Bank „inmitten einer Umstrukturierung“ verlassen habe. Aus dem Register der britischen Finanzaufsicht FSA verschwand Carpmael jedenfalls im Oktober 2011, um dann im Februar 2012 wieder aufzutauchen.

Laut Credit Suisse-Insidern habe Carpmael sich damals ein Sabbatical gegönnt. Wie dem auch sei, dieser rasche Wiederaufstieg mag zu Carpmaels gleichgültiger Haltung zum Problem der Altersdiskriminierung beigetragen haben.

Vielleicht taucht er abermals in einer anderen Führungsrolle bei der Credit Suisse wieder auf. Falls nicht, dann kann Carpmael mit anderen Kompetenzen punkten. So schreibt Financial News, dass Carpmael ein Spezialist in arktischer Kriegsführung sei.  In diesem Fall könnte der 48jährige bei einem Hedgefonds anheuern, der besonders gern auf ehemalige Special Forces-Mitglieder zurückgreift.

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