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Wachstum geht weiter: EY will in Deutschland bis zu 1500 Leute einstellen

Georg Graf Waldersee, Chef von EY Deutschland.

Georg Graf Waldersee, Chef von EY Deutschland.

In der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsbranche stehen auch weiterhin alle Weichen auf Neueinstellungen. So kündigte EY-Deutschland-Chef Georg Graf Waldersee bei Vorstellung der Geschäftszahlen 2012/2013 am heutigen Montag (9. Dezember) an: „Eine stabile konjunkturelle Entwicklung vorausgesetzt, werden wir im laufenden Geschäftsjahr insgesamt bis zu 1500 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen.“ Auch auf Anfrage wollte EY die Einstellungspläne nicht auf die einzelnen Geschäftsbereiche herunterbrechen.

Zum Ende des Geschäftsjahres am 30. Juni beschäftigte das Unternehmen in Deutschland gut 7900 Mitarbeiter oder knapp 200 mehr als im Vorjahr. Da die Fluktuation in der Branche traditionell hoch ausfällt, hat EY, das früher Ernst & Young hieß, auch im vergangenen Jahr 1200 Leute angeheuert. An Löhnen und Gehältern ließ das Unternehmen für jeden Mitarbeiter im Durchschnitt gut 90.000 Euro springen, was knapp 5 Prozent mehr als im Vorjahr waren.

Der Umsatz kletterte in 2012/13 im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent auf 1,31 Mrd. Euro. Besonders stark wuchs das Beratungsgeschäft mit einem Plus von 37,5 Prozent auf 166 Mio. Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem ähnlichen Wachstum. „Der Bereich Advisory Services hat sich zu einer umfassenden Managementberatung entwickelt“, sagte Graf Waldersee.

Im traditionellen Geschäftsbereich Wirtschaftsprüfung legte der Umsatz indes nur um 10 Prozent auf 473 Mio. Euro zu. Nachdem in den zurückliegenden Jahren ein beträchtlicher Druck auf die Preise geherrscht habe, sei jetzt eine „Trendwende“ absehbar. Die Steuerberatung verzeichnete ein Plus von 6,6 Prozent auf 458 Mio. Euro.

Weltweit erzielte EY im vergangenen Geschäftsjahr mit seinen 174.800 Mitarbeitern einen Umsatz von 25,8 Mrd. US-Dollar, was 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr waren. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet EY in Deutschland mit einem Umsatzwachstum von 7 Prozent.

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Kommentare (1)

Comments
  1. 1) das ist kein Wachstum sondern kompensiert lediglich die Abgänge von frustrierten Mitarbeitern. Einstellungen >1000 neue MA/Jahr sind bei den Big4 wirklich völlig normal.

    2) 90 TEUR je MA klingen gut. Die Verteilung ist jedoch völlig unvergleichbar mit anderen Branchen. Einstiegsgehälter sind bekanntlich völlig unterirdisch!

    3) die Big4 sind keine echten Managementberatungen.

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