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Wie der Berufseinstieg in Fondsmanagement gelingt

Fondsmanager investieren Geld im Auftrag ihrer Kunden mit dem Ziel, es langfristig zu vermehren – einschließlich dem von Privatanlegern, Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und anderen institutionellen Investoren.

Fondsmanager unterscheiden sich in „aktive“ und „passive“ Fondsmanager, was zwei recht unterschiedliche Anlagephilosophien darstellt. „Aktive“ Fondsmanager versuchen durch die geschickte Auswahl von Aktien, Anleihen oder anderen Wertpapieren die Marktperformance zu übertreffen. Dagegen versuchen „passive“ Fondsmanager einen Index wie z.B. den DAX, den SMI (Schweiz) oder den Dow Jones möglichst exakt nachzubilden, um eine Performance gemäß der im Index abgebildeten Marktentwicklung zu erzielen. Dies wird auch als „Beta generieren“ bezeichnet.

Innerhalb dieser beiden Philosophien gibt es unzählige, individuelle Investmentstile. „Bottom Up“ und „Top Down“ sind zwei Beispiele, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Bei „Bottom Up“ analysiert der Manager Einzeltitel und bei „Top Down“ werden Investitionsentscheidungen vom „großen Bild“, den großen Trends im Finanzsektor oder einzelnen Branchen abgeleitet. Einige Manager konzentrieren sich auf festverzinsliche Wertpapiere, während andere Aktien bevorzugen. Portfolio-Manager verfügen oft über besonderes Fachwissen zu bestimmten Ländern wie z.B. Deutschland, den USA oder den Emerging Markets.

Positionen und Laufbahnen

Positionen im Portfolio Management: Hier werden die Investitionsentscheidungen getroffen. Hochschulabsolventen beginnen ihre Laufbahn bei Fondsgesellschaften in der Regel als Analysten oder Trainees. Sie arbeiten sich zunächst durch rechtliche Begebenheiten, Geschäftsberichte und Analysen, um die besten Investitionsmöglichkeiten zu finden. Das Geld wird jedoch von den Portfolio-Managern (auch als Fondsmanager bekannt) tatsächlich investiert – denn sie sind letztlich für die Anlageentscheidungen verantwortlich. Sehr häufig tragen sie die Verantwortung über eine Vielzahl an Fonds, die in ihr Fachgebiet fallen. Portfolio-Manager können sich zusätzlich auf Branchen wie Öl und Gas oder Immobilien oder auf einzelne Länder oder Regionen wie die Schwellenländer spezialisieren.

Positionen im Vertrieb (Sales): Bei diesen Jobs geht es darum, die Kunden zu bearbeiten und die Dienste des Fondsmanagers an die Leute zu bringen, die ihr Geld in den Fonds investieren sollen. Dabei wird Verkauf, Marketing, Produktentwicklung und Kundendienst abgedeckt.

Wie beim Investmentbanking gibt es im Middle-Office eine große Bandbreite von Positionen die von Compliance über Technik, Operations, Leistungsmessung und Risikomanagement reicht. Dennoch finden sich die bestbezahlten Jobs im Portfoliomanagement und Vertrieb.

Gehalt und Boni

Die USA haben den weltgrößten Markt für Fondsgesellschaften. Dort werden auch die höchsten Gehälter gezahlt. Bei den festverzinslichen Wertpapieren lag das durchschnittliche Gehalt für Fondsmanager nach Zahlen von Greenwich Associates und Johnson Associates in 2012 bei umgerechnet durchschnittlich 390.000 Euro und bei Aktien bei 536.000 Euro. Währenddessen lag das mittlere Gehalt im Vereinigten Königreich nach Zahlen von PRPi Consulting PwC für Seniors bei umgerechnet 245.000 Euro.

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