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Auf Heller und Pfennig: Was die Dekabank an Gehältern und Boni für die einzelnen Geschäftsbereiche zahlt

Dekabank

Und wieder hat eine Bank stillschweigend ihren Vergütungsbericht für 2015 online gestellt: die Dekabank. Das sparkasseneigene Institut gewährt dabei besonders detaillierte Einblicke in seine Vergütungsstruktur und schlüsselt seine Bezahlung nach den einzelnen Geschäftsbereichen auf.

Am meisten strichen – abgesehen vom Vorstand – die Mitarbeiter aus dem Kapitalmarktgeschäft mit knapp 184.000 Euro ein. Allerdings arbeiten in der Sparte gerade einmal 108 Beschäftigte. Auf dem zweiten Platz landen mit weitem Abstand die knapp 800 Mitarbeiter aus dem Wertpapiergeschäft mit rund 107.000 Euro, dicht gefolgt von nur 56 Beschäftigten aus dem Finanzierungsgeschäft, die pro Kopf einige hundert Euro kassierten.

Die geringsten Vergütungen wurden in den Zentralbereichen bezahlt, was andernorts auch als Back und Middle Office bekannt ist. Dort summierten sich Bruttojahresgehälter und Boni der gut 1800 Beschäftigten auf durchschnittlich knapp 79.000 Euro.

Wie vom Gesetzgeber gefordert listet die Dekabank die Bezahlung der gut 200 Risikoträger der Bank gesondert auf. Dabei handelt sich um die Beschäftigten mit einer besonderen Verantwortung für Erträge und Risiken der Bank.

Hier strichen die Risikoträger aus dem Wertpapiergeschäft mit etwa 376.000 Euro die höchste Gesamtvergütung ein. Von den fast 800 Mitarbeitern der Sparte werden jedoch lediglich 19 als Risikoträger identifiziert. Ganz anders im Kapitalmarktgeschäft, also dem Investment Banking der Dekabank. Unter den 108 Mitarbeitern der Sparte gibt es sage und schreibe 83 Risikoträger.

Bei den Boni herrscht bei der Dekabank auf den ersten Blick ein strenges Regiment. So sind Boni über 100 Prozent der Festgehälter – anders als etwa bei der DZ Bank – generell unzulässig. Sämtliche Boni über 50.000 Euro werden über „mindestens drei Jahre“ aufgeschoben ausbezahlt. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: So liegt der Schwellenwert bei „inländischen Kapitalverwaltungsgesellschaften“ und bei „nicht regulierten Tochtergesellschaften“ bei 75.000 Euro, wovon u.a. die Mitarbeiter aus dem Wertpapiergeschäft profitieren dürften. Bei der Luxemburger Fondsgesellschaft der Dekabank liegt dieser Wert sogar bei 100.000 Euro.


Kommentare (2)

Comments
  1. Da muss ein Fehler sein in der Bonusgrafik denn die Gesamtvergütung für Kapitalmarkt kann nicht 162.294 EUR sein bei einem Grundgehalt von 101.174 und einem Bonus von 10.117. Ein Bonus in dieser Höhe würde auch nicht den genannten 60% im Verhältnis zum Grundgehalt entsprechen.

  2. Sorry Rechenkünstler, der Bonus im Kapitalmarktgeschäft liegt bei gut 61.000 Euro. Dann stimmt der Rest auch wieder.

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