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Worauf US-Recruiter bei einem Investmentbanking-Lebenslauf zuerst achten

Uncle Sams' Investmentbanken wollen noch längst nicht jeden haben.

Uncle Sams' Investmentbanken wollen noch längst nicht jeden haben.

Ein US-Recruiter verwendet durchschnittlich gerade einmal sechs Sekunden auf die erste Sichtung eines Lebenslaufes – nicht Minuten, sondern Sekunden. Obgleich Recruiter auf Investmentbanker vielleicht ein wenig mehr Zeit investieren, dürfte doch kaum einer einen Lebenslauf von oben bis unten durchlesen. Vielmehr springen ihre Augen von Absatz zu Absatz, um einige Kernpunkte herauszubekommen. Schon die erste Sichtung entscheidet oftmals darüber, ob Bewerber eine Chance auf ein Vorstellungsgespräch haben oder nicht. Wir haben mit einschlägigen Recruitern gesprochen, welches die fünf wichtigsten Punkte sind. Alle wollten namentlich nicht zitiert werden.

Ausbildung

Alle Investmentbanking-Recruiter aus den Vereinigten Staaten waren sich in einem Punkt einig: Als erstes prüfen sie, wo die Kandidaten ihren MBA gemacht haben. Falls der Bewerber einen Abschluss von einer der Top-10-Business Schools mitbringt (für manche sind es auch nur die Top 5), dann fällt dem Recruiter seine Arbeit deutlich leichter. Sobald die Kandidaten keinen Abschluss der Top 20-Business Schools vorweisen können, macht es kaum noch einen Unterschied, an welcher Uni ein Kandidat studiert hat, meinte ein Recruiter. Entweder kommt der Bewerber von einer der Top-Business Schools oder er gehört zum großen Rest.

Beförderungen

Nach mehr als zwei Jahren in einem Unternehmen sollten so langsam die ersten Beförderungen ausgesprochen worden sein. Denn ein Bilderbuch-Investmentbanker entwickelt sich alle zwei bis drei Jahre von einem Analysten über einen Associate, einen Vice President zu einem Managing Director weiter. Sobald ein Kandidat auf einer Stufe für übergebührlich lange Zeit hängenbleibt, werden Recruiter dies sofort bemerken.

Zahlen

Recruiter wollen in einem Lebenslauf lieber Erfolge als bloß Zuständigkeiten nachlesen. Daher möchten Recruiter die Größe der Deals wissen und welchen Anteil der Kandidat daran hatte. Mithin sollten diese Angaben detailliert ausgeführt werden. Ein Kandidat sollte so viele positive Daten anfügen wie irgend möglich. Auch die verkauften Produkte sollten kurz umrissen werden.

Beziehungen

Bei den Beziehungen tendieren die Leute dazu, ihren Lebenslauf mit Namen zu überfrachten. Recruiter versuchen wiederum die Erträge generierenden Leistungsträger vom mittelmäßigen Personal zu unterscheiden. Wenn ein Kandidat gute Beziehungen zur Buy Side und möglichen Investoren unterhält, dann sollte er dies auch herausstreichen. „Wir wollen wissen: Können Sie zum Telefon greifen und zehn Leute anrufen oder müssen Sie 500 E-Mails versenden, auf die Sie niemals eine Antwort erhalten“, sagt ein Recruiter. Sind Sie lediglich ein kleines Rad im Getriebe oder ein Leistungsträger?“

Jobhopping

Auch auf den häufigen Wechsel von Arbeitgebern werfen sämtliche Recruiter, mit denen wir gesprochen haben, einen kritischen Blick. Seit der Finanzkrise stellt es auch für viele US-Arbeitgeber eine Tugend dar, zumindest einige Jahre bei dem gleichen Arbeitgeber auszuharren. Ganz nebenbei achten Recruiter natürlich auch darauf, ob ein Bewerber tatsächlich einen Job hat – was allerdings niemanden überraschen dürfte.

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