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ASCHERMITTWOCH BEI LBBW – 550 Stellen werden in Mainz gestrichen

Deutschlands größte Landesbank LBBW in Stuttgart muss sparen. Das bekommen vor allem die Mitarbeiter der vor vier Jahren übernommenen Landesbank Rheinland-Pfalz zu spüren. Bei dem inzwischen in Rheinland-Pfalz Bank umbenannten Institut sollen 550 Stellen wegfallen. Im Ausland fallen demnach weitere 250 Arbeitsplätze weg. Das hatte SPD-Landtagsfraktionschef Claus Schmiedel am Wochenende mitgeteilt.

Inzwischen hat das Kontrollgremium der Landesbank Baden-Württemberg das Sparprogramm der LBBW abgenickt. Das Paket hat einen Umfang von 200 Mio. Euro, bestätigte ein Sprecher des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg in Stuttgart. Die öffentlich-rechtlichen Instituten sind rund 40 Prozent größter Anteilseigner der LBBW und haben ein entsprechendes Wörtchen mitzureden.

Zwei Drittel der Summe sollen über Sachkosten eingespart werden, ein Drittel davon beim Personal. Einzelheiten zu dem Sparprogramm nannte der Sprecher nicht.

In der Karnevalshochburg kann über diese Entwicklung verständlicherweise niemand lachen. Man fühle sich an den Staatsvertrag zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz offenbar nicht mehr gebunden, sagte ein Verwaltungsratsmitglied.

Darin war festgelegt worden, dass nach der Fusion der Landesbank Rheinland-Pfalz mit der LBBW in Mainz bis Ende 2010 mindestens 855 Arbeitsplätze erhalten bleiben müssen. Offenbar setzen die Schwaben auf geringes Widerstandspotenzial in Mainz. Wenn sie sich da mal nicht täuschen.

Derzeit sind am Standort Mainz rund 940 Menschen beschäftigt, im Mai 2008 waren es etwa 100 mehr. Bei der LBBW arbeiten rund 13 600 Mitarbeiter.

Die LBBW war wegen der Finanzkrise in schwere Turbulenzen geraten und hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 2,1 Mrd. Euro eingefahren.

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