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Glänzende Aussichten für „Bankfurt“? Neue Studie zur Zukunft des Finanzplatzes

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Falls die neue Studie der Helaba zutrifft, dann steht dem Finanzplatz Frankfurt eine glänzende Zukunft bevor – zumindest im Vergleich zu anderen Standorten in Europa. Laut dem aktuellen „Finanzplatz-Fokus“ habe die Mainmetropole seit der Finanzkrise in 2008 bis ins erste Quartal 2013 gerade einmal 2500 Jobs eingebüßt; die Beschäftigung sank um 4 Prozent auf 62.250 Mitarbeiter – was angesichts des Umfangs der Finanzkrise einem Sturm im Wasserglas gleicht. Bis Ende 2015 prognostizieren die Volkswirte der Helaba einen weiteren Abbau von 1000 Stellen.

Dabei profitiere Frankfurt, das in der Studie auch als „Bankfurt“ tituliert wird, von zwei Effekten: Zum einen werde der Abbau in bestimmten Bereichen des Bankings durch den Stellenaufbau im Regulierungs-Segment ausgeglichen. Darüber hinaus steige die Zahl von ausländischen Banken, die von Frankfurt aus ihr Geschäft in Deutschland und Mittel-Osteuropa verstärken wollen. Nicht zuletzt sorge allein der Ausbau der EZB für voraussichtlich 1000 neue Jobs.

Erstmals hat die Helaba auch ein Ranking der größten Arbeitgeber in der Frankfurter Bankenlandschaft ermittelt. Die zwölf größten Banken am Standort plus Bundesbank, EZB und Deutscher Börse als zentrale Finanzinstitutionen beschäftigen mehr als drei Viertel sämtlicher Mitarbeiter.

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Damit arbeiten bei der Commerzbank rund 3600 Mitarbeiter mehr als bei der Deutschen Bank, die mit 9700 Jobs nur auf dem zweiten Platz landet. Allerdings stellt sich schon die Frage, ob dies ein Zeichen der Stärke oder aber einfach nur für zu viel Personal ist. Den dritten Platz sicherte sich die DZ Bank-Gruppe mit 5900 Beschäftigten.

Für die nähere Zukunft rechnen die Volkswirte mit einer steigenden Zahl an Neueinstellungen: „Mittlerweile ist auch eine leicht zunehmende Einstellungsbereitschaft erkennbar. Die Stimmung am Bankenplatz scheint also zu drehen.“

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