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Note Mangelhaft: Nirgendwo sind Banken als Arbeitgeber so unbeliebt wie unter deutschen Studenten

©istockphoto/YinYang

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Wenn Studenten von ihrer Karriere träumen, dann kommen darin Banken kaum vor – zumindest in Deutschland. Von den hundert begehrtesten Arbeitgebern landen die Banken unter den deutschen Studenten gerade einmal auf Platz 64. In Großbritannien erreicht die Branche immerhin noch den 30. Platz.

Am besten schneiden die Banken indes in Südafrika ab, wo sie sich sogar den 23. Platz sichern konnten.  In der Schweiz landete die Branche auf Platz 34, was nahe am internationalen Mittel von 33 liegt. Zu diesem Ergebnis kommt die am heutigen Mittwoch (16. Oktober) veröffentlichte „Deloitte Student Banking Survey.“

Deloitte führt das besonders schlechte Abschneiden in Deutschland u.a. auf die starke industrielle Tradition des Landes zurück „Seit der Finanzkrise hat das Berufsbild des Bankers deutlich an Prestige verloren und ist für Absolventen weniger attraktiv. In einer Auflistung der begehrtesten Arbeitgeber sind Banken seit 2008 um sechs Plätze gefallen“, ergänzt Hans-Jürgen Walter, Partner und Leiter FSI bei Deloitte. „Dabei zeigen sich die Deutschen patriotisch: Mehr noch als inländischen Banken misstrauen sie solchen mit Sitz im Ausland, insbesondere in der Schweiz und den USA“, heißt es von Deloitte weiter.

 

Deloitte-popularity

 

Wenn es darum geht, wieso sich Studenten für Banken als Arbeitgeber entscheiden, dann liegen finanzielle Argumente in Deutschland ganz weit vorn. Unter den teilnehmenden Ländern stellt Geld nur in Deutschland, Großbritannien und den USA den Hauptgrund für den Berufseinstieg in dieser Branche dar. Dagegen kommt für Studenten aus den BRIC-Staaten die Arbeitsplatzsicherheit an erster Stelle. Das Prestige von Banken kommt lediglich in der Schweiz, Frankreich und Italien eine entscheidende Bedeutung zu.

 

Deloitte-motivations

 

Unter dem Strich stellt Deloitte-Experte Walter der Branche ein schlechtes Zeugnis aus: „Banken wollen fähige Nachwuchskräfte – und die wollen Flexibilität, Abwechslung, Entwicklungsmöglichkeiten und Dynamik. Genau diese Werte werden Banken kaum mehr zugeschrieben, das dürfte die potenziellen Arbeitgeber nicht kalt lassen. Sie sollten genau überlegen, was sie umworbenen Talenten anbieten können – und sich bewusst sein, was sie nicht liefern können. So vermeiden sie kostspielige Enttäuschungen während und nach der Restrukturierungsphase.“

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