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Wüstenrot & Württembergische-Konzern kommt mit Kahlschlag voran

Der Sitz von W&W in Stuttgart.

Der Sitz von W&W in Stuttgart.

Bei Wüstenrot & Württembergische regiert derzeit der Rotstift. Bis Ende 2015 will der Finanzkonzern 800 Stellen einsparen, womit jede zehnte Stelle entfällt. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind rund 300 Stellen allein durch natürliche Fluktuation abgebaut worden“, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Mit dem Kahlschlag beim Personal will W&W auf die hartnäckige Niedrigzinsphase reagieren.

Zudem seien Verhandlungen über den Abbau von 300 Stellen bei der Tochter Wüstenrot Bausparkasse erfolgreich geführt worden. Das Unternehmen ließ indes offen, was darunter zu verstehen ist.  „Über die restlichen, bis Ende 2015 im W&W-Konzern abzubauenden rund 200 Stellen werden 2013/14 weitere Gespräche zwischen Unternehmen und Arbeitnehmervertretern geführt“, hieß es weiter.

Bei dem Personalabbau setzt der Konzern auf natürliche Fluktuation und Aufhebungsangebote. „Kündigungen sind bis auf weiteres ausgeschlossen“, teilte W&W mit. Falls allerdings nicht genügend Mitarbeiter von den Angeboten Gebrauch machen würden, behält sich das Unternehmen Versetzungen zwischen den Standorten Bad Vilbel, Ludwigsburg und München vor.

Der Betriebsratsvorsitzende Christoph Seeger zeigte sich unterdessen mit der erreichten Lösung zufrieden: „Das wichtigste Ergebnis für die Beschäftigten der Bausparkasse ist, dass aller Wahrscheinlichkeit nach der Personalabbau durch freiwillige und sozialverträgliche Lösungen geschultert werden kann.“

Trotz der niedrigen Zinsen scheint das Geschäft von W&W nicht ganz so schlecht zu laufen. So wies die Gruppe für das erste Halbjahr einen Vorsteuergewinn von 183 Mio. Euro auf – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 23 Prozent. Das Finanzergebnis nach Risikovorsorge kletterte sogar um 30 Prozent auf 1,234 Mrd. Euro.

Aufgrund von höheren Altersvorsorgeleistungen erhöhte sich auch der Personalaufwand leicht auf 320 Mio. Euro. Für jeden Beschäftigen ließ W&W also von Januar bis Juni durchschnittlich rund 39.500 Euro springen.

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