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Wann die Suche nach einem neuen Job keine gute Idee darstellt

Stressed banker

Sich nach einem neuen Job umzuschauen, stellt nicht immer eine glänzende Idee dar. Denn bei der Jobsuche handelt es sich um ein zeitraubendes Unterfangen und es kann überdies ganz schön an den Nerven zerren. Daher sollten Sie sich nur aus den richtigen Gründen auf den Arbeitsmarkt wagen. Es gibt nämlich Situationen, in denen die Jobsuche einen falschen Schritt darstellt. Wir haben die Klassiker zusammengestellt:

1. Sie hassen Ihren neuen Vorgesetzten

Falls Sie mit einem neuen Vorgesetzten nicht zurechtkommen, kann dies das Arbeitsleben schon arg belasten. Darüber hinaus haben Sie womöglich mit Ihrem alten Chef auch einen Fürsprecher im Unternehmen verloren. Dennoch stellt ein Managerwechsel keinen guten Anlass für einen Stellenwechsel dar, meint Linda Jackson vom Outplacement-Unternehmen 10Eighty. „Versuchen Sie Ihre Meinungsverschiedenheiten durchzusprechen und die Sache nicht zu eng an sich herankommen zu lassen. Wenn das Verhältnis zu Ihrem Chef in einem Vorstellungsgespräch angesprochen wird, dann fällt es schwer, sich nicht darüber auszulassen, ohne bitter und unglaubwürdig zu klingen.“

2. Sie machen eine schwierige Zeit durch

Negative Emotionen stellen einen schlechten Ausgangspunkt für die Jobsuche dar. Falls Sie einige schwierige Wochen oder Monate bei der Arbeit hinter sich haben oder in Ihrem Privatleben eine schwierige Zeit durchmachen, dann stellt dies ebenfalls nicht den optimalen Zeitpunkt für die Jobsuche dar. „Sie befinden sich mental nicht in einem ausgeglichenen Zustand und spontane Reaktionen helfen einer Karriere nicht weiter“, sagt Karrierecoach Simon North von Position Ignition.

3. Sie wurden von einem Headhunter verführt

Falls Sie mit Ihrem aktuellen Job zufrieden sind und von einem Headhunter mit einem vermeintlich attraktiven Angebot angesprochen werden, dann sollten Sie sich dies zweimal durch den Kopf gehen lassen. Sofern Sie bisher keinen Stellenwechseln in Erwägung gezogen haben, Ihr Job sicher ist und es eine kontinuierliche Karriereentwicklung gibt, wieso sollten Sie wechseln? „Auch wenn es für den Job mehr Geld gibt, stellt er oftmals nicht dasjenige dar, was Sie sich vorstellen“, sagt North. „Chancen kommen und gehen, aber vielleicht handelt es sich nicht um den richtigen Zeitpunkt für einen Wechsel und sie könnten es später bedauern.“

4. Sie sind zu ehrgeizig

Ihr Arbeitgeber erkennt Ihre Leistung nicht gebührend an und verwehrt Ihnen die längst verdiente Beförderung? Halten Sie die Zeit daher gekommen, sich nach anderen Chancen umzusehen? Laut Jackson handelt es sich bei dieser Einstellung um ein typisches Phänomen der Generation Y. Es herrsche die Vorstellung, dass es im Laufe der Zeit automatisch mit der Karriere vorangehen müsse. Doch dies könne auch zu Jobhopper-Lebensläufen führen, warnt Jackson. „Es gibt immer Zeiten, in denen Sie Ihre Kompetenzen festigen und auf der Stelle treten, bis sich eine neue Chance auftut. Sie sollten nicht Ihren Job aufgeben, nur um nach neuen Chancen zu suchen. Sie sollten Ihren eigenen Marktwert zunächst realistisch einschätzen, bevor Sie den nächsten Job ergreifen.“

5. Sie wollen eine bessere Work-Life-Balance

Auch wenn Sie langsam älter werden und Ihre familiären Verhältnisse kürzere oder flexiblere Arbeitszeiten erfordern, sollte dies nicht den Hauptgrund für einen Jobwechsel darstellen. „Das lässt sich schwer vermitteln. Viele Investmentbanken zeigen sich bei den Arbeitszeiten nicht sonderlich flexibel. Daher kann es heikel sein, diesen Punkt in einem Vorstellungsgespräch anzusprechen“, erzählt Jackson.

6. Sie wollen einfach etwas anderes machen

Beruflich etwas anderes zu machen, stellt nicht unbedingt eine Startrampe für Ihre Karriere dar, besonders wenn sich in Ihrer Entwicklung kein roter Faden erkennen lässt. Zu viele Leute würden einen neuen Job annehmen, um das Umfeld zu wechseln, ohne die langfristigen Konsequenzen zu beachten, erläutert North. „Wenn Sie keinen Plan B besitzen und nicht wissen, was Sie als nächstes machen wollen, dann ist es kontraproduktiv, in einen umkämpften Arbeitsmarkt einzusteigen“, ergänzt North.

7. Sie wollen ein Gegenangebot provozieren

Falls Sie eine anständige Gehaltserhöhung herausschlagen wollen, dann gibt es hierfür bessere Wege, als dem Arbeitgeber mit einem Weggang zu drohen. So belegen Untersuchungen, dass die Hälfte der Leute, die ein Gegenangebot ihres alten Arbeitgebers annehmen, ein Jahr später nicht mehr für das Unternehmen arbeitet.

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